B-Netz

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Das B-Netz war das zweite Mobilfunknetz, das in Deutschland in Betrieb genommen wurde. Es folgte 1972 als Weiterentwicklung des A-Netzes, des ersten Mobilfunknetzes in Deutschland, das schon 1958 eingesetzt wurde, und wurde bis 1994 genutzt.

Sowohl A-Netz als auch B-Netz basierten auf analoger Übertragungstechnik. Das B-Netz war dabei aber das erste vollautomatische Netz, das in der Lage war, Selbstwählverbindungen herzustellen. Mit den heute in Deutschland betriebenen digitalen Mobilfunknetzen (D-Netz und E-Netz) sind die beiden „Ur-Netze“ daher kaum noch vergleichbar.

Das nicht zellular aufgebaute B-Netz startete mit 37 Funkkanälen, die später (d.h. Anfang der 80er Jahre) auf mehr als 70 weitere Kanäle erweitert wurden. Danach erfolgte eine Aufteilung in B1 Netz und B2 Netz.

Funktionsweise des B-Netzes:

Um im B-Netz telefonieren zu können, mussten die Teilnehmer jeweils wissen, wo (im Bereich welcher Funkzelle) sich der andere Teilnehmer befand. Der Teilnehmer konnte sich dabei ungefähr in einem Umkreis von ca. 30 km um eine Funkzelle befinden. Um den gewünschten Teilnehmer zu erreichen, musste dann die Vorwahl der jeweiligen Funkzelle gewählt werden, danach die Ziffernfolge 05 für die Weiterleitung zum Mobiltelefon und dann die Rufnummer des jeweiligen Teilnehmers. Änderte der Angerufene Teilnehmer seine Position und entfernte sich aus der angewählten Funkzelle, wurde auch die Verbindung unterbrochen und musste wieder neu hergestellt werden.

Für die Anwahl von Funkzellen wurde Deutschland zur Zeit des Betriebs des B-Netzes in 150 Funkzellenbereiche unterteilt, die alle jeweils eine eigene Vorwahl hatten. Im B-Netz telefonierten bis kurz vor Schließung des Netzes 25.000 Teilnehmer.