Die Abkürzung VLR steht für Visitor Location Register (zu Deutsch: Aufenthaltsregister oder auch Besucherregister), womit eine Datenbank beschrieben wird, die ein Bestandteil eines GSM-Mobilfunknetzes ist. Diese Datenbank dient dazu, temporäre Daten über die Nutzer eines Mobilfunknetzes aufzuzeichnen.
Da Teilnehmer eines Mobilfunknetzes klassischerweise beweglich sind und sich somit geografisch nicht immer am selben Ort befinden, müssen ihre Daten auch dementsprechend immer wieder neu verzeichnet und aktualisiert werden, damit Funksignale ankommen und gesendet bzw. weitergeleitet werden können, sprich, Verbindungen zustande kommen können.
Über das Mobile Switching Center (MSC), der „Vermittlungsstelle“ in einem Mobilfunknetz, werden alle Anrufe, die über ein Handy getätigt werden, vermittelt. Damit dies reibungslos funktionieren kann, müssen die sich ständig ändernden Daten eines Mobilfunkteilnehmers (über seine jeweilige momentane Position) im VLR gespeichert werden. Dabei werden das MSC und das VLR in einem Mobilfunknetz meist zusammen realisiert, da sie in ständigem Datenaustausch miteinander stehen.
Die im VLR abgelegten Informationen sind dabei lediglich eine Kopie der Daten der Mobilfunknutzer, die sonst im Home Location Register (HLR) hinterlegt sind.
Im VLR werden unter anderem Daten wie die Rufnummer (MSISDN-Nummer), die LAI (Location Area Identity) und die MSRN (Mobile Station Roaming Number) gespeichert.
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