Sony Ericsson setzt zukünftig ganz auf Smartphones

Sony Ericsson setzt zukünftig ganz auf Smartphones
14.
10. 2011
Nach einem verlustreichen zweiten Quartal konnte Sony Ericsson im dritten Viertel dieses Jahres wieder Gewinne verzeichnen. Ursache dafür sind vor allem die steigenden Smartphone-Absätze. Man plant deshalb, künftig auf einfache Featurephones zu verzichten.

Stattdessen soll Android zum wichtigsten Betätigungsfeld des japanisch-schwedischen Joint Ventures werden. Schon heute nimmt das Google-Betriebssystem eine zentrale Rolle unter den Sony Ericsson-Produkten ein.

31 Millionen Euro im Plus

Laut kürzlich vorgelegten Quartalszahlen ist es Sony Ericsson gelungen, das tiefe Minus des Vorquartals zu überwinden. Verursacht durch die Naturkatastrophe in Japan, hatte das Unternehmen Verluste in Höhe von 42 Millionen Euro verkraften müssen. Insgesamt wurden im dritten Quartal 1,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, vor Abzug der Steuern bleiben davon 31 Millionen Euro Gewinn. Diese positive Entwicklung verdankt das Unternehmen vor allem den gut laufenden Verkäufen von Smartphones, die teurer und damit einträglicher an den Mann gebracht werden können als gewöhnliche Handys.

Insgesamt konnte Sony Ericsson 9,5 Millionen Gerät verkaufen. Im Vergleich zu den Vormonaten, in denen nur etwa 7,6 Millionen Handys und Smartphones abgesetzt wurden, ist das eine deutliche Steigerung. 2010 hatten die Absatzzahlen allerdings noch höher gelegen. Damals konnte man im dritten Quartal 10,4 Millionen Geräte absetzen.

Smartphones als neuer Schwerpunkt

Den Trend zum Smartphone will Sony Ericsson künftig stärker ausnutzen. Dass im vergangenen Quartal 80 Prozent der Einkünfte des Unternehmens mit Kleincomputern im Handyformat erzielt wurden, hält man für ein deutliches Signal und plant, ab 2012 ausschließlich Smartphones herstellen. Von der beliebten Xperia-Serie hat man bisher 22 Millionen Geräte absetzen und so trotz sinkender Verkaufszahlen die Einnahmen pro verkauftem Gerät steigern können.

Laut eigener Aussage stammen damit etwa 10 Prozent aller Android-Geräte von Sony Ericsson, einen Wert, den man künftig noch weiter steigern will. Das wäre auch nötig, wenn das Unternehmen zu alter Größe zurückkehren will. Nachdem man auf den Eintritt Apples in den Telefonmarkt nur sehr zögerlich reagiert hatte, war der Marktanteil rapide gefallen. Mittlerweile rangiert das Unternehmen nur noch knapp unter den Top 10 der wichtigsten Handyhersteller weltweit.

 
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Luisa Sophie Kaiser
14.10.2011
Sony Ericsson, Umsatzzahlen, Marktstudie, Google Android, Smartphones

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