Steve Jobs nahm Android persönlich - Rechtsstreit schadet Samsung nicht

Steve Jobs nahm Android persönlich - Rechtsstreit schadet Samsung nicht
21.
10. 2011
Apples Konkurrenzkampf mit Android wird derzeit vor allem in den Gerichtssälen dieser Welt ausgetragen. Das Unternehmen hat dabei in erster Linie Samsung aufs Korn genommen. Aufzugehen scheint diese Strategie aber nicht.

Aus Insiderkreisen heißt es, Samsung hätte in der Vergangenheit trotz der Attacken deutlich mehr Geräte abgesetzt als der Konkurrent. Zudem wurde bekannt, dass es sich bei dem Streit um mehr als nur die Rivalität zweier Großkonzerne handelt. Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs wollte den Aufstieg Androids um jeden Preis verhindern.

Hass für den Konkurrenten

Eine vorab veröffentlichte Passage aus Steve Jobs Biografie deutet an, dass der ehemalige CEO den Konkurrenzkampf mit Android durchaus persönlich nahm. Das Buch zitiert aus einer Unterhaltung zwischen Jobs und Walter Isaacson, dem Autor der Biografie, bei der Jobs erklärte, er würde alles unternehmen und bis zu seinem letzten Atemzug kämpfen, um Android aus der Welt zu schaffen. Bei der Software handele es sich um ein gestohlenes Produkt, so Jobs. Diesen Standpunkt machte er laut dem Biografen auch seinem ehemaligen Mitarbeiter und Ex-Google-Chef Eric Schmidt in einem privaten Gespräch klar, bei dem er eine finanzielle Einigung ablehnte und stattdessen forderte, Google solle aufhören, Apples Ideen zu verwenden.

Die Folgen dieser Haltung bekommt derzeit Samsung in einem ausgedehnten Rechtsstreit zu spüren. Gerichte in Europa und Australien erteilten Verkaufsverbote für Samsung-Produkte und lehnten Gegenklagen der Koreaner ab. Auf die tatsächlichen Verkaufszahlen hat das aber keine Auswirkungen. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, konnte Samsung im dritten Quartal 20 bis 30 Millionen Smartphones absetzen und Apple damit deutlich übertrumpfen. Die Amerikaner hatten 17,1 Millionen iPhones verkauft.

Android-Tablets sind Ladenhüter

Wichtigstes Zugpferd in Samsungs Stall ist dabei das Google-Betriebssystem - ein Erfolg, der sich allerdings nicht auf alle Sparten und Hersteller übertragen lässt, wie die Verkaufszahlen von Android-Tablets zeigen. Selbst Android-Chefentwickler Andy Rubin musste nun zugeben, dass diese die Kunden kaum überzeugen. Er bezifferte die Zahl der derzeit aktiv genutzten Geräte auf gerade einmal sechs Millionen. Apple hingegen konnte allein im letzten Quartal 11 Millionen iPads verkaufen und hält so weiterhin einen Marktanteil von 67 Prozent.

 
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Markus Lampel
21.10.2011
Steve Jobs, Google Android, Verkaufsverbot, Samsung, Apple, Verkaufszahlen, Patentrechtsstreit

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