Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, sei das Smartphone weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Experten hätten ihre Erfolgsprognosen deshalb deutlich abgesenkt.
Zu teuer und zu wenig Innovation
Das Blatt zitiert in seinem Bericht den Pacific Crest-Analysten James Faucette, der in einer Notiz für Anleger auf die "überraschend" schwachen Aussichten des Lumia 800 hinweist. Erwartet worden war, dass Nokia in den ersten Wochen nach dem Start zwei Millionen Geräte ausliefert, tatsächlich werde das Unternehmen im gesamten Quartal aber weniger als eine Million Lumia 800 in den Handel bringen. Zusätzlich sei nur mit einer geringen Nachfrage zu rechnen, sodass Nokia insgesamt nur etwa 500.000 Windows-Smartphones verkaufen werde.
Mit dieser Meinung steht Faucette nicht allein da. Sein Branchenkollege Pierre Ferragu setzt ebenfalls keine großen Hoffnungen in Nokias Versuch, mit Windows Phone neuen Schwung zu holen. Dem Lumia 800 fehle es an Innovation, der Preis sei für die gebotene Leistung zu hoch, kritisiert er das finnische Unternehmen und erinnert an das Nokia N8, das vor einem Jahr als Spitzenmodell des Herstellers floppte.
Bislang erfolgreichstes Smartphone
Bei Nokia reagierte man prompt auf die Kritik. Zahlen der ersten Verkaufswoche deuteten darauf hin, dass das Lumia 800 den bisher erfolgreichsten Start eines Nokia-Smartphones für sich beanspruchen könne, erklärte Unternehmenssprecher James Etheridge mit Blick auf den britischen Markt. Man habe bei den verwendeten Vertriebswegen einen bedeutenden Verkaufsanteil erlangt. Dies bestätigte beispielsweise der Mobilfunkprovider Orange, der das Lumia 800 seit dem Marktstart anbietet. Konkrete Verkaufszahlen wollte man dennoch nicht nennen.
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Stephan Meixner 23.11.2011 Nokia Lumia 800, Verkaufszahlen, Marktstart, Neue Smartphones, Windows Phone, Nokia N8 |



