Carrier IQ bestritt in seiner offiziellen Stellungnahme zwar nicht, dass die Software in der Lage ist, alle Eingaben der Verwender inklusive verschlüsselter Daten zu protokollieren, versicherte jedoch, die Informationen nicht an Mobilfunk-Provider oder Entwickler zu übermitteln. Das Unternehmen erklärte explizit, dass es die Inhalte von SMS und E-Mails sowie Fotos, Audio- und Videodateien weder erfasst noch speichert oder weitergibt.
Die Mobilfunk-Branche distanziert sich
Geräte-Hersteller und Provider haben trotzdem eindeutig reagiert und distanzieren sich von Carrier IQ so weit wie möglich. Microsoft sowie Nokia, Hewlett Packard und der BlackBerry-Hersteller RIM teilten mit, dass sie die Software nicht verwenden. Auch Google bestritt jede Nutzung oder Verbreitung des Programms. Demgegenüber gab Apple zu, die Spionage-Software auf einigen Geräten einzusetzen und versicherte jetzt, sie mit dem nächsten iOS-Update vollständig von seinen iPhones zu entfernen. Samsung und HTC räumten ebenfalls die Verwendung der Software ein - angeblich vor allem auf Drängen der Provider. AT&T sowie der Anbieter Sprint meldeten, dass sie das Carrier IQ-Programm aus Gründen der Qualitätssicherung verwenden.
Android Market bietet eine Test-App an
Inwiefern das Problem auch den deutschen Mobilfunk-Markt betrifft, war auch heute noch unklar - Entwarnung gaben bisher lediglich T-Mobile, Vodafone sowie Nokia. Im Android Market gibt es inzwischen eine spezielle App namens "Voodoo Simple Carrier IQ Detector", mit der man Android-Smartphones auf das Vorhandensein der Spionage-Software testen kann.
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Luisa Sophie Kaiser 02.12.2011 Spionage-Software, Carrier IQ, Apple, Android Market, Samsung, Nokia, Telekom, Vodafone |



