Wie aus zahlreichen Kommentaren auf der englischen Seite des Online-Händlers herauszulesen ist, wollen nicht wenige Käufer ihr Gerät zurückschicken. Das spiegelt sich auch in den Bewertungen wieder: Knapp ein Drittel zeichnen ein durchwachsenes Bild oder vergeben gar die schlechtesten Noten.
Fehlende Privatsphäre und lahmer Browser
Kritisiert wird vor allem die Software: Der Browser des Tablets öffne Webseiten zu langsam, das überarbeitete Android biete zu wenig Privatsphäre. Ursache ist die von Amazon gut gemeinte Funktion, zuletzt verwendete Apps auf dem Startbildschirm anzuzeigen. Das erlaubt zum einen den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Programme, verrät aber auch jedem anderen, was man auf dem Tablet treibt.
Unglücklich scheinen Nutzer außerdem mit dem Display des Kindle Fire zu sein, das laut den Kritiken auf Amazon zu träge reagiert. Ganz anders hingegen der Einschalter, der von Nutzern oft ohne Absicht gedrückt wird. Viele vermissen außerdem einen Wippschalter für die Lautstärkeregelung, auf den der Online-Händler zugunsten einer Software-Steuerung verzichtet hat.
Update soll Probleme beheben
Amazon hat nun versprochen, sich der Kritik der Nutzer anzunehmen und ein entsprechendes Software-Update bereitzustellen. Damit soll nicht nur die generelle Performance des 200-Dollar-Tablets, sondern auch die Privatsphäre verbessert werden. Spätestens in zwei Wochen will man mit der Auslieferung beginnen. Die Hardware-Probleme des Kindle Fire lassen sich so nicht beseitigen, doch auch hier will Amazon eine Lösung präsentieren. Wie man der New York Times bestätigte, soll "bald" ein weiteres Amazon-Tablet auf den Markt kommen.
Das Kindle Fire im Überblick:
Maße: 190 x 120 x 11.4 MillimeterGewicht: 413 Gramm
Display: 7 Zoll Diagonale
Touchscreen: ja
Rückkamera: nein
Frontkamera: nein
GPS: nein
WLAN: ja
HSDPA/UMTS: nein
Speicher: 8 GB
Anschlüsse: microUSB, 3,5-mm-Klinke
Farbe: Schwarz
Einführungspreis: 199 Dollar
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Luisa Sophie Kaiser 13.12.2011 Amazon Kindle Fire, Tablet-PC, Tablets mit Android, Software-Update, Neue Tablets, Bug |



