Demnach wird Android von mehr und mehr Entwicklern gemieden. Zumindest im letzten Jahr ist der Anteil der für Android entwickelten Projekte deutlich gesunken, obwohl die Plattform gleichzeitig kräftig an Markanteilen dazugewinnen konnte.
Sinkendes Entwicklerinteresse
Laut Schmidt ist gerade das einer der Punkte, die für den Erfolg der Plattform entscheidend sind. Die höhere Reichweite würde auf Dauer mehr Entwickler anlocken, so die Logik des ehemaligen Google-Chefs. Die von Flurry erhobenen Daten belegen diesen Zusammenhang nicht.
Das Unternehmen bietet Analyse-Software für Apps an, die von Android- und iOS-Entwicklern gleichermaßen genutzt wird und mittlerweile Teil von etwa 135.000 Anwendungen ist. Gemessen an der Verbreitung der eigenen Tools kommt man zu folgendem Ergebnis: Während Anfang 2011 noch 37 Prozent der neu gestarteten Projekte für Android entwickelt wurden, sank der Anteil bis zum Ende des Jahres auf 27 Prozent ab.
Android-Apps lohnen sich nicht
Das Problem der Google-Plattform ist nach Meinung von Flurry hausgemacht. Verglichen mit Android-Entwicklern würden Softwarefirmen, die für iOS programmieren, etwa vier Mal so hohe Einnahmen erzielen. Hauptgrund dafür wären die vergleichsweise schlecht ausgebauten Bezahlmöglichkeiten des Android Market.
Während Apple-Nutzern verschiedene Bezahlmethoden zur Auswahl stehen, besteht Google auf die Nutzung des hauseigenen Wallet-Dienstes, der bislang kaum Verbreitung gefunden hat. Da dieser zudem nur in Verbindung mit einer Kreditkarte genutzt werden kann, schließt der Suchmaschinenriese potenzielle Kunden vom Einkauf im Market aus. Apple hingegen hat mit Gutscheinkarten ein System entwickelt, das grundsätzlich jedem Nutzer den Einkauf im App Store ermöglicht, so Flurry weiter.
In unserer Bildergalerie haben wir die wichtigsten Analyse-Grafiken von Flurry für Sie zusammengestellt.
| Autor: Datum: Tags: |
Markus Lampel 15.12.2011 iOS, Apple, Google Android, Android Market, Google Wallet, App-Entwickler, App Store, Marktstudie |



