Nachdem die Smartphone-Produzenten 2010 begannen, ihren Kommunikationsservice großflächig zu bewerben, häuften sich die Verwechslungen. Der Kundenservice von BBM Canada musste sich deshalb immer wieder mit Anfragen zum BlackBerry Messenger befassen. Der Versuch, mit RIM in Kontakt zu treten, habe indes keinen Erfolg gebracht.
BBM Canada will Namen zurück
Zu Verhandlungen über die Namensrechte sei es gar nicht gekommen. Dabei war BBM Canada, die bereits 1944 als "Bureau of Broadcast Management" gegründet und später mehrfach umbenannt wurden, zu Zugeständnissen bereit gewesen. In einem Gespräch mit dem kanadischen Nachrichtenblatt "The Globe and Mail" sagte Unternehmenschef Jim MacLeod, man habe in Erwägung gezogen, BBM Canada erneut umzutaufen, wenn RIM die Kosten übernommen hätte. Da es jedoch keine Reaktion auf das Angebot gab, sah man sich gezwungen, gerichtlich gegen den Elektronikkonzern vorzugehen, so MacLeod weiter.
BlackBerry Messenger mit rund 50 Millionen Nutzern
Für RIM könnte das nun zusätzliche erhebliche Probleme bedeuten. Der BlackBerry Messenger gehört zu den wichtigsten Diensten des BlackBerry-Ökosystems und erreicht circa 50 Millionen Nutzer weltweit. MacLeod gab zu, sich der derzeitigen Schwierigkeiten des Unternehmens bewusst zu sein, und betonte, BBM Canada wolle die Lage nicht weiter verkomplizieren, man nehme die Sache allerdings sehr ernst. Schließlich werde das Markenrecht obsolet, wenn Namensrechte allein von den Firmen beansprucht werden könnten, die über das größte Kapital verfügen. BBM Canada versucht deshalb, eine Einstweilige Verfügung gegen RIM zu erwirken und fordert Schadensersatz in ungenannter Höhe. Research in Motion wollte sich nicht zum Verfahren äußern.
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Luisa Sophie Kaiser 23.12.2011 RIM, BlackBerry, Messenger, BBM Canada, Namensrechte, Klage |



