Gerätehersteller wie Samsung und HTC dürfen die Oberfläche von Android auf ihren Smartphones und Tablets auch weiterhin nach ihren Vorstellungen anpassen, müssen gleichzeitig aber eine unveränderte Version der nativen Holo-Oberfläche bereitstellen.
Schnellere Updates
Neue Entwicklungswerkzeuge sollen den Prozess der Anpassung sogar erleichtern. Davon verspricht sich Google unter anderem schnellere Updates für bereits erschienene Smartphones und Tablets. Da die Hersteller-Themes vom eigentlichen Betriebssystem abgetrennt werden, können Anpassungen neuer Software-Versionen schneller vorgenommen werden. Wartezeiten von mehreren Monaten, wie sie heute bei vielen Geräten üblich sind, sollen damit der Vergangenheit angehören.
Vorteile für Entwickler und Nutzer
Gleichzeitig sollen auch App-Entwickler von der neuen Regelung profitieren. Die verschiedenen Android-Oberflächen erhöhen den Optimierungsaufwand und sorgen dafür, dass das gleiche Programm auf unterschiedlichen Geräten nicht zwangsläufig ein übereinstimmendes User Interface bietet. Die Entscheidung, das Holo-Theme zum obligatorischen Bestandteil von Android zu machen, soll auch hier Abhilfe schaffen.
Entwickler können in ihren Apps künftig auf allen Ice Cream Sandwich-Geräten auf das Design der Holo-Oberfläche zurückgreifen, was den Anpassungsaufwand verringert. Apps lassen sich so schneller und billiger produzieren, Nutzern wird der Wechsel zwischen den Geräten verschiedener Hersteller erleichtert. Google rückt damit etwas näher an Systeme wie iOS und Windows Phone heran, die nahezu unabhängig von der Hardware ein identisches Nutzungserlebnis bieten.
| Autor: Datum: Tags: |
Markus Lampel 04.01.2012 Holo-Theme, Android 4.0, Fragmentierung, Smartphones |



