Die New York Times hatte in ihrem Artikel unter anderem einen früheren Apple-Manager interviewt, der schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber erhob. Apple wisse schon seit Jahren um die Missstände in den chinesischen Fabriken, unternehme aber nichts dagegen. Ein von Foxconn entlassener Manager bestätigt dies. Dem iPhone-Hersteller sei es stets darum gegangen, die Produktion effizienter und kostengünstiger zu gestalten, das Wohlergehen der Arbeiter habe dabei keine Rolle gespielt.
"So sind wir nicht!"
In seiner Mail an die Mitarbeiter weist Apple-CEO Cook das zurück. Dem Konzern sei jeder Arbeiter in der Zuliefererkette wichtig. Jeder Arbeitsunfall wäre verstörend und jeder Verstoß gegen die Arbeitsbestimmungen ein Grund, sich Sorgen zu machen. Weiterführend erklärt Cook, dass das Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt versucht, Missstände in Partnerunternehmen aufzudecken und zu unterbinden. Er greift dabei Informationen auf, die Apple Mitte des Monats in einem Bericht veröffentlicht hat. Darin werden Probleme wie Kinderarbeit und Verstöße gegen Arbeits- oder Umweltschutzbestimmungen angesprochen, aber auch Erfolge und Maßnahmen aufgezeigt, die gegen die Probleme angestrengt werden.
"In Zukunft noch tiefer graben"
So ist Apple beispielsweise als erster Elektronikkonzern der Fair Labor Association beigetreten und sorgt damit dafür, dass auch externe Beobachter Einblick in die Produktionsbedingungen erhalten. Auch das bleibt von Cook nicht unerwähnt. Zum Abschluss versichert er, dass man in Zukunft noch tiefer graben werde. "Ohne Frage werden dabei weitere Probleme aufgedeckt werden. Wir werden allerdings nicht stillstehen und einfach wegsehen", so Cook. Das sei nicht die Art eines Marktführers. Ob den Kritiker mit diesem Versprechen beizukommen ist, bleibt fraglich.
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Markus Lampel 27.01.2012 Apple, Tim Cook, Arbeitsbedingungen, Foxconn, Fair Labor Association, Zulieferer |



