Wie aus Gerichtsakten hervorgeht, sollen die Gespräche am 21. und 22. Mai in San Francisco abgehalten werden. Für die Leitung wurde Richter Joseph C. Spero bestimmt, der beide Seiten bereits aufgefordert hat, eine ehrliche Einschätzung der eigenen Vorwürfe und Verteidigungsargumente einzureichen. Samsung und Apple werden von ihren CEOs Tim Cook und Gee-Sung Choi sowie einer Reihe von Anwälten vertreten.
Verhärtete Fronten
Im Vorfeld signalisierte Apple-Chef Cook nur eingeschränkte Verhandlungsbereitschaft und erklärte bei der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen, er sei von Patentklagen noch nie begeistert gewesen und vertrete diese Position noch immer. Eine Einigung wäre ihm lieber als ein Kampf, so Cook weiter. Allerdings soll diese nicht um jeden Preis erreicht werden. Voraussetzung für die Beilegung der Streitigkeiten sei, dass andere Hersteller eigene Produkte entwickeln würden, da Apple nicht zum Entwickler der ganzen Welt werden könne. Das Unternehmen wirft Samsung vor, unter anderem beim Design des Galaxy S und des Galaxy Tab 10.1 abgekupfert zu haben.
Samsung zeigte sich ebenso wenig versöhnlich. Kurz nachdem die Gespräche durch das Gericht angeordnet worden waren, wurde bekannt, dass der südkoreanische Hersteller eine weitere Klage gegen Apple eingereicht hat. Die iPhone-Macher sollen mit ihren Touchscreen-Geräten Patente zur Bedienung von berührungsempfindlichen Displays und zur Datenübertragung verletzten. Die Summe der Prozesse zwischen Samsung und Apple summiert sich damit weltweit auf über 50. Die Kontrahenten stehen sich vor Gerichten in zehn Ländern gegenüber.
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Luisa Sophie Kaiser 30.04.2012 Apple, Samsung, Patentrechtsstreit, Gee-Sung Choi, Klage, Tim Cook |



