Schon im vergangenen Jahr investierten die Chinesen massiv in ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Insgesamt wurden 3,76 Milliarden Dollar in die Entwicklung neuer Produkte gesteckt. Gleichzeitig stellte man circa 11.000 Ingenieure ein. Dieser Etat soll künftig um weitere 20 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar wachsen.
Steuern ohne Tippen
Welche Projekte mit diesen Geldern angegangen werden sollen, weiß das Unternehmen schon jetzt sehr genau. John Roese, Leiter der Huawei-Forschungsabteilung für Nordamerika, nannte die Gestensteuerung bei Smartphones als einen der Punkte mit hoher Priorität. Huawei arbeitet demnach an berührungslosen Steuerungsmethoden für künftige Mobilfunkgeräte.
Statt des Touchscreens sollen Kameras erkennen, welche Aktionen ausgeführt werden müssen. Dabei sollen auch Gesten im dreidimensionalen Raum möglich sein. Laut Roese gibt es keinen Grund, warum die schon jetzt in jedem neuen Smartphone zu findenden Kameras nicht auch für die Steuerung verwendet werden sollten. Nach Ansicht des Managers könnten die Interaktionsmöglichkeiten so massiv erweitert werden.
Unbegrenzter Cloud-Speicher für lau
Ein weiteres prominentes Forschungsfeld ist die Online-Speicherung von Daten im Privatkundenbereich. Um hier bessere Ergebnisse liefern zu können, hat sich Huawei mit Wissenschaftlern des europäischen Kernforschungsinstituts CERN zusammengetan. Gemeinsam will man an effizienteren und kostengünstigeren Speichertechniken arbeiten. Langfristig soll es so möglich werden, Online-Speicher für Privatanwender kostenlos zur Verfügung zu stellen - und das ohne die bislang üblichen Volumenbegrenzungen. Cloud-Anbieter würden dann nicht mehr an Mieteinnahmen für Speicherplatz, sondern vor allem an der Wiederherstellung von Daten verdienen. Ein solches Projekt habe das Potenzial den Markt völlig umzukrempeln, glaubt Roese.
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Claudia Tourelle 30.04.2012 John Roese, Huawei, Touchscreen, Cloud, Kostenloser Online-Speicher |



