Offenbar ist der Hersteller mit den Verkaufszahlen seiner Windows Phone-Modelle alles andere als zufrieden. Bereits veröffentlichte Geräte werden zwar weiter verkauft werden, neue Modelle wird man aber vorerst nicht mehr auf den Markt bringen. Trotz der Abkehr von Windows Phone will LG diesen Schritt nicht als Bruch mit Microsoft verstanden wissen. Der Elektronikriese wird nach eigener Aussage auch weiterhin an der Entwicklung von entsprechenden Geräten arbeiten, bei Neuvorstellungen den Fokus aber auf Android legen.
Mit Android erfolgreicher
Damit zieht LG Konsequenzen aus den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre: 2009 verkündete man, eine enge Kooperation mit Microsoft einzugehen und Windows Phone die höchste Priorität einzuräumen. LG sollte die Zahl der verfügbaren Geräte mit dem neuen Betriebssystem rasant in die Höhe treiben. Die Nachfrage blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück, was den Südkoreanern einen sinkenden Marktanteil und mehrfach Quartalsverluste einbrachte. Erst als das Unternehmen verstärkt auf Android-Smartphones mit LTE-Konnektivität setzte, gelang der Sprung zurück in die schwarzen Zahlen.
Ballmer sucht Gespräch mit LG-Führung
Ein LG-Sprecher begründete die strategische Neuausrichtung gegenüber der Zeitung "Korea Herald" mit der geringen Zahl der weltweit verkauften Windows-Smartphones. Diese hätten nur einen unbedeutenden Anteil am Markt gewinnen können. Deshalb habe das Unternehmen derzeit auch kein Interesse daran, neue Modelle auf den Markt zu bringen. Für Microsoft wäre das ein weiterer herber Rückschlag im Kampf um die Etablierung des eigenen Systems. Laut Gerüchten will Steve Ballmer deshalb Ende Mai ein Meeting mit der LG-Führungsspitze abhalten. Ob der Microsoft-CEO den neuen Kurs noch abwenden kann, bleibt abzuwarten.
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Markus Lampel 30.04.2012 Windows Phone, LG, Google Android, Microsoft, Verkaufszahlen, Smartphones |



