Zwar stieg der Anteil der verkauften Smartphones, am schlechten Quartalsergebnis konnte das allerdings nichts ändern.
Verluste am Mobilfunkmarkt
Insgesamt fehlten zwischen Januar und März 89 Millionen US-Dollar zu einem ausgeglichenen Ergebnis. Damit setzt sich eine Serie an Negativquartalen fort, die den Hersteller bereits seit mehreren Monaten plagt. Verglichen mit dem Vorjahresquartal konnten sich die Amerikaner allerdings deutlich verbessern. In den ersten drei Monaten von 2011 hatte man noch ein Minus von 249 Millionen US-Dollar eingefahren. Der Umsatz konnte - wenngleich nur leicht - ebenfalls gesteigert werden. Er stieg um zwei Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar an.
Die Handysparte ist dafür allerdings nicht verantwortlich. Während Motorola im vorletzten Quartal noch 10,5 Millionen Handys und Smartphones absetzen konnten, sank die Zahl Anfang dieses Jahres auf 8,9 Millionen. Dabei blieb die Anzahl der hochpreisigen Smartphones mit 5,3 Millionen verkauften Exemplaren gleich. Die insgesamt gesunkenen Absatzzahlen wirkten sich auch auf den Marktanteil aus. Zwischen Oktober und März sank dieser an Motorolas Heimatmarkt in den USA von 13,3 auf 12,8 Prozent. Die finanziellen Zugewinne werden deshalb dem Verkauf von Set-Top-Boxen zugeschrieben, wo der Hersteller nach wie vor gute Ergebnisse zu verzeichnen hat.
Übernahmeprüfung verlängert
Motorola dürfte angesichts der massiven Probleme vor allem auf eine Rettung durch Google setzen. Die im vergangenen Sommer angekündigte Übernahme ist jedoch längst nicht in trockenen Tüchern. Während die europäischen und amerikanischen Wettbewerbshüter ihre Zustimmung gegeben haben, warten beide Unternehmen noch auf das OK aus China. Die dortigen Behörden haben angekündigt, die Folgen der Übernahme genau zu prüfen und die Entscheidung kürzlich erneut verschoben. Google und Motorola hoffen dennoch, den Handel noch in diesem Quartal abschließen zu können.
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Lasslo Franke 02.05.2012 Motorola, Umsatzzahlen, Google, Übernahme, Marktanteil |



