Corning verspricht, dass Willow die Entwicklung und Produktion von völlig neuartigen Smartphones erlaubt. So sollen beispielsweise flexible Displays realisierbar sein, die sich um das Gehäuse herumlegen lassen.
Kratzfest, hitzebeständig und biegsam
Vorgestellt wurde die Neuentwicklung auf der "Display Week" in Boston, wo Corning es nicht nehmen ließ, auf die Vorteile für Smartphone-Entwickler hinzuweisen. Mit Willow-Glas könnten Unternehmen wie Samsung, Apple oder HTC Displays künftig buchstäblich vom laufenden Band herstellen lassen. Die für die Anzeige notwendige Technik kann einfach auf das Glas aufgebracht werden, während das Material wie beim Druck von Zeitungen von einer Rolle läuft. Noch weiter vereinfacht würde die Arbeit mit dem Material durch die hohe Hitzebeständigkeit. Willow kann laut Corning Temperaturen bis zu 500 Grad unbeschadet überstehen, während Kunststoffe schon früher schmelzen würden.
Durch die Dicke von gerade einmal 100 Mikrometern ist das Material zudem äußerst leicht. Smartphone-Hersteller könnten ihre Geräte somit noch dünner und leichter entwickeln, ohne einen Qualitätsverlust einkalkulieren zu müssen. Trotz der geringen Dicke kann das Material als Sperre gegen Luft und Wasser verwendet werden. Empfindliche Teile wie die organischen LEDs in AMOLED-Displays sind so ausreichend geschützt. Corning will Willow Glas allerdings nicht nur in der Displayproduktion zum Einsatz bringen. Ein weiteres mögliches Anwendungsgebiet wäre laut Hersteller die Photovoltaik.
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Claudia Tourelle 05.06.2012 Corning Willow Glass, Display-Produktion, Neue Displays, AMOLED, Apple, Samsung |



