Stein des Anstoßes sind zwei Patente, gegen die Samsung bereits mit dem Galaxy Nexus verstoßen haben soll. Eine Klage in dieser Sache läuft bereits. Apple will das Galaxy S3 hier nun mit einbinden.
Apple fürchtet großen finanziellen Schaden
Konkret wirft der iPhone-Hersteller Samsung vor, ein Patent für die automatische Erkennung und Einbindung von Informationen zu verletzten. Mit dieser Technik wird es Nutzern beispielsweise ermöglicht, eine auf einer Webseite hinterlegte Telefonnummer direkt aus dem Browser heraus anzurufen. Das zweite Patent bezieht sich auf eine Suchtechnik, die in Apples Sprachsteuerung Siri verwendet wird und auch beim Galaxy Nexus und S3 zum Einsatz kommt. Apple drängt auf eine schnelle Entscheidung und zieht deshalb alle Register. Das Unternehmen argumentiert unter anderem mit der starken Nachfrage nach Samsungs neuem Vorzeigemodell. Die hohen Vorbestellungs- und Verkaufszahlen würden zeigen, dass der Marktstart nachlassende Verkaufszahlen beim iPhone nach sich ziehen könnte.
Samsung: Klage kommt zu spät
Samsung wies die Anschuldigungen naturgemäß zurück und betonte, es sei zu spät für Apple, um neue Geräte zu einer alten Klage hinzuzufügen. Würde das zugelassen, habe man nicht ausreichend Zeit, um sich angemessen auf die Verteidigung vorzubereiten. Zudem wäre Apples Versuch, beide Klagen zu verbinden, falsch, da es sich beim Galaxy Nexus und beim Galaxy S3 um grundverschiedene Geräte handle. Samsung zweifelte außerdem an, dass die monierten Funktionen die Verkaufszahlen entscheidend beeinflussen. Dies müsste aber durch Apple belegt werden, um eine Einstweilige Verfügung zu rechtfertigen.
Ob sich Samsung mit dieser Einschätzung durchsetzen wird, soll in den nächsten Tagen entschieden werden.
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Markus Lampel 08.06.2012 Samsung Galaxy S3, Patentrechtsstreit, Apple iPhone, Galaxy Nexus, Verkaufsverbot, Klage |



