Grünere Cloud: Greenpeace verteilt bessere Noten an Apple

Grünere Cloud: Greenpeace verteilt bessere Noten an Apple
13.
07. 2012
Greenpeace hat Apples Bemühungen, die Umwelt zu schützen, neu bewertet und dem Konzern ein besseres Zeugnis ausgestellt als noch vor wenigen Monaten. Die positive Neubewertung kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt. // Bild: © apple.com

Schließlich hat sich Apple erst vor wenigen Tagen aus dem Umweltzertifizierungsprogramm "EPEAT" verabschiedet, das Apples Produkte bisher unter anderem auf Recyclingtauglichkeit testen durfte.

Apple gibt sich offener

Für die Untersuchungen von Greenpeace spielt das keine Rolle. Die Umweltorganisation hat sich mit der Energieversorgung der Apple-Rechenzentren beschäftigt und war im April zu einem verheerenden Urteil gekommen. In den Bereichen Energieeffizienz und Unterstützung für erneuerbare Energien erhielt das Unternehmen die zweitschlechteste, für Energietransparenz und Standortwahl gab es sogar die schlechteste Note.

In seiner aktuellen Erhebung hat Greenpeace den Konzern in jedem Bereich um eine Note aufgestuft. Grund ist die verbesserte Informationspolitik. Apple habe den Umweltschützern neue Informationen zukommen lassen, die eine bessere Bewertung rechtfertigen. Das Unternehmen hat versprochen, künftig stärker auf grünen Strom zu setzen. Wichtigster Bestandteil des Strommixes zur Versorgung der Rechenzentren soll Solarenergie werden. Apple plant, bis 2013 alle Serverparks der iCloud ohne Strom aus Kohlekraftwerken zu betreiben.

Im Gesamtranking bleibt Apple trotz dieser Zusagen hinter vielen Konkurrenten zurück. Greenpeace bewertet beispielsweise Google, Amazon und Yahoo besser als den Konzern aus Cupertino. Facebook und Dell kommen ebenfalls auf bessere Werte.

Kritik für Rückzug aus Zertifizierungsprogramm

Apple dürfte diese Nachricht dennoch gelegen kommen. Nach dem Ausstieg aus dem EPEAT-Zertifizierungsprogramm musste das Unternehmen schwere Kritik einstecken. Als Grund für den Austritt gelten geänderte Produktionsverfahren, die sich nicht mit den Richtlinien der Umweltschutzorganisation in Einklang bringen lassen. Dass beim neuen Macbook Pro und iPad Teile geklebt und nicht geschraubt wurden, verschlechtert die Reparatur- und Recyclingtauglichkeit und hätte Apple eine schlechtere Bewertung eingebracht. Vor der Entscheidung, das Programm zu verlassen, hatten die Kalifornier damit geworben, für ihre Produkte ein begehrtes Gold-Siegel der EPEAT erhalten zu haben.

 
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Luisa Sophie Kaiser
13.07.2012
Greenpeace, Umwelt-Zertifizierung, EPEAT, Apple iCloud, Apple iPad 3, Geräteherstellung

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