Für sich genommen kann der mit der Lumia-Serie eingeschlagene Weg aber als erfolgreich angesehen werden. Verkauften die Finnen im Vorquartal noch 2 Millionen Exemplare, verdoppelte sich diese Zahl in den vergangenen drei Monaten. Ursache dafür dürfte unter anderem eine jüngst erfolgte Preissenkung beim Flaggschiff Lumia 900 sein.
Erstmals wieder Wachstum beim Handygeschäft
Trotz dieses Achtungserfolges schrumpfte Nokias Einfluss auf den Markt weiter. Die gestiegene Nachfrage nach den finnischen Windows-Smartphones konnte das geringere Interesse an Symbian-Geräten nicht kompensieren. Insgesamt verkaufte Nokia 10,2 Millionen Smartphones - 1,7 Millionen Exemplare weniger als im Vorquartal.
Besser lief es bei den herkömmlichen Handys. Hier konnte man mit 73.5 Millionen verkauften Geräten erstmals seit Monaten einen leichten Anstieg verzeichnen und übertraf damit sogar das Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Anlass zur Freude ist das aber nur bedingt, da durch die einseitige Entwicklung die Marge des Unternehmens sinkt. Nahm Nokia im Vorjahr durchschnittlich noch 62 Euro für jedes verkaufte Gerät ein, lag die Marge im vergangenen Monat bei nur noch 48 Euro.
826 Millionen Euro Verlust
Diese Entwicklung wirkte sich spürbar auf den Umsatz aus, der im Vorjahreszeitraum noch 18,7 Prozent höher ausgefallen war und sich im zweiten Quartal auf 7,54 Milliarden Euro summierte. Schmerzhafter dürfte allerdings die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sein, die für das letzte Quartal einen Verlust von 826 Millionen Euro ergibt. Damit übertraf das Soll selbst pessimistische Einschätzung der Analysten. Diese hatten mit einem Fehlbetrag in Höhe von 654 Millionen Euro gerechnet und waren damit von einem deutlich besseren Ergebnis ausgegangen.
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Lasslo Franke 19.07.2012 Nokia, Quartalszahlen, Nokia Lumia, Verlust, Windows Phone, Nokia Symbian |



