Wie in den Supportforen von Google zu lesen ist, kam es vor allem nach Neustarts zu Schwierigkeiten. Apps verweigerten den Dienst, mussten neu konfiguriert und in einigen Fällen sogar völlig neu installiert werden. Vor allem Widgets, Live-Wallpaper und Programme mit Zugriff auf Google-Konten waren davon betroffen. Google hat sich deshalb zwischenzeitlich entschieden, den App Encryption genannten Kopierschutz abzuschalten.
Apps stolpern über neues Speichersystem
Das Sicherheitssystem sollte per Verschlüsselung sicherstellen, dass kostenpflichtige Apps aus dem Play Store nicht mehr ohne Weiteres kopiert werden können. Bei der Installation sollten die Apps unter Berücksichtigung der individuellen Geräte-ID so modifiziert werden, dass sie sich nicht mehr auf anderen Tablets oder Smartphones installieren lassen. Weil Programmteile dabei auch in anderen Ordnern abgelegt wurden, als es bisher der Fall war, führte das bei einigen Apps zu Problemen. Eine einfache Lösung gibt es momentan nicht. Nutzer diskutierten deshalb Möglichkeiten, den Kopierschutz zu umgehen. Vorgeschlagen wurde unter anderem, Apps direkt beim Hersteller oder in alternativen Shops wie Androidpit zu kaufen.
Der Internetkonzern hat sich zwar noch nicht zu den Vorfällen geäußert, dürfte den Kopierschutz aber nach einer Überarbeitung wieder aktivieren. Damit kommt das Unternehmen App-Entwicklern entgegen, die die hohe Raubkopierrate bei Android-Programmen bemängeln. Unabhängigen Schätzungen zufolge sollen zwischen 70 und 80 Prozent der auf Android-Geräten installierten Apps nicht regulär erworben worden sein. Laut Experten ist das einer der Gründe, warum Android-Apps für die Entwickler wesentlich weniger Umsatz generieren als Programme für Apples iOS.
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Markus Lampel 07.08.2012 Google Android, Google Play Store, Google Play, App Store |



