Hardware-Vertrieb als Verlustgeschäft geplant
Das in der Regel gut informierte Technikmagazin Engadget hat nun von einem anonymen Teilnehmer erfahren, dass das erste Surface-Modell schon für 199 Dollar in den Handel gehen wird. Damit würde Microsoft das Vertriebsmodell des Amazon Kindle Fire und des Nexus 7 von Google kopieren, die zum gleichen Preis zu haben sind. Im Gegensatz zu den Android-basierten Tablets der Konkurrenz soll Surface einen normalen Windows-PC weitestgehend ersetzen können, auch wenn herkömmliche Programme auf der mit ARM-Chips bestückten Windows RT-Variante nicht lauffähig sind.
Endgadget vermutet, dass Microsoft gleichzeitig die Strategie der Billig-Konkurrenz kopiert und das Surface-Tablet unter dem eigentlichen Produktionspreis verkauft. Die beim Verkauf entstehenden Verluste sollen später über den Vertrieb von Software ausgeglichen werden. Windows 8 bietet dafür beste Voraussetzungen, da das Betriebssystem erstmals einen eigenen Softwareshop mitbringt, über den für Windows RT optimierte Programme angeboten werden.
Wie das Technikmagazin berichtet, könnte sich die Preisgestaltung allerdings noch ändern, wenn Microsofts Partner den Druck auf den Softwarekonzern erhöhen. Zuletzt hatte Acer die Tablet-Pläne als gefährlichen Schritt für das gesamte Ökosystem kritisiert. Um die Konkurrenzsituation zu entschärfen, könnte man nun auf einen höheren Preis für Surface drängen. Klarheit dürfte es deshalb erst kurz vor dem Start im Oktober geben.
| Autor: Datum: Tags: |
Markus Lampel 15.08.2012 Microsoft, Tablets, Microsoft Surface |



