Das Medienportal "Mobile 3.0" gibt seine TV-Lizenz zurück. Erst vor einem Jahr wurde der Betreiber Mobile 3.0 ins Leben gerufen, um Handy-TV im Standard DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handheld) salonfähig zu machen und weitere Dienstleistungen in diesem Bereich anzubieten. Unterstützt wurde das Gemeinschaftsunternehmen der Verlagshäuser Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck sowie dem DMB-Portalbetreiber Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD, das wiederum zum Medienunternehmen Naspers gehört) von der Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten.
Für das Handy-eigene Format sollten Fernsehsender und Radio-Stationen im DVB-H-Standard Beiträge produzieren und diese dann auf der Plattform Mobile 3.0 anbieten. Die Mediendaten sollten dann via Mobilfunkunternehmen den Handybesitzern als Angebotspakete für etwa zehn Euro zur Verfügung gestellt werden.
Jetzt erklärte der Leiter des Projektes, Rudolf Gröger, dieses für gescheitert. Die erhaltenen Sendelizenzen für DVB-H werden wieder zurückgegeben. Das Projekt sei insbesondere deshalb nicht erfolgreich gewesen, weil sich die verschiedenen Verantwortlichen nicht einmal zusammengesetzt und zielgerichtet an dem Projekt gearbeitet hätten. "Wenn jeder nur an sich denkt, kann kein Geschäftsmodell funktionieren", so Rudolf Gröger.
So konnten Zuständigkeiten teilweise nicht geklärt werden und verzögerten dadurch das Voranschreiten des Projektes. Unter anderem konnten die Landesmedienanstalten nicht die benötigten Frequenzen vergeben, da die verantwortlichen Staatskanzleien nicht schnell genug gearbeitet hatten. Zusätzlich hatte man sich wohl auch nicht früh genug mit den Mobilfunk-Unternehmen zusammengesetzt, um über Vermarktungsmöglichkeiten zu diskutieren. Des Weiteren kam hinzu, dass Handys meist mit DVB-T und nicht DVB-H ausgestattet sind.
Trotz des Rückschlags möchte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) das Projekt nicht für komplett gescheitert erklären. "Gerade mit der Rückgabe der Sendelizenzen könnte es einen Neustart in diesem Bereich geben", so Thomas Langheinrich, ZAK-Chef, bei einer Veranstaltung auf den Münchner Medientagen. Nach den gemachten Erfahrungen könne man auch besser den jetzigen technischen und wirtschaftlichen Status Quo analysieren und darauf reagieren.
Langheinrich möchte nun schnell und unbürokratisch klären, ob eine erneute Lizenzvergabe bereits kurzfristig wieder möglich ist. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich entsprechende Interessenten finden lassen. Marcus Englert, Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG, äußerte sich dazu kritisch. Sein Unternehmen sei nicht auf ein solches Vermarktungsportal angewiesen und das bisherige Modell sei "extrem uninteressant" gewesen.
Jetzt erklärte der Leiter des Projektes, Rudolf Gröger, dieses für gescheitert. Die erhaltenen Sendelizenzen für DVB-H werden wieder zurückgegeben. Das Projekt sei insbesondere deshalb nicht erfolgreich gewesen, weil sich die verschiedenen Verantwortlichen nicht einmal zusammengesetzt und zielgerichtet an dem Projekt gearbeitet hätten. "Wenn jeder nur an sich denkt, kann kein Geschäftsmodell funktionieren", so Rudolf Gröger.
So konnten Zuständigkeiten teilweise nicht geklärt werden und verzögerten dadurch das Voranschreiten des Projektes. Unter anderem konnten die Landesmedienanstalten nicht die benötigten Frequenzen vergeben, da die verantwortlichen Staatskanzleien nicht schnell genug gearbeitet hatten. Zusätzlich hatte man sich wohl auch nicht früh genug mit den Mobilfunk-Unternehmen zusammengesetzt, um über Vermarktungsmöglichkeiten zu diskutieren. Des Weiteren kam hinzu, dass Handys meist mit DVB-T und nicht DVB-H ausgestattet sind.
Trotz des Rückschlags möchte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) das Projekt nicht für komplett gescheitert erklären. "Gerade mit der Rückgabe der Sendelizenzen könnte es einen Neustart in diesem Bereich geben", so Thomas Langheinrich, ZAK-Chef, bei einer Veranstaltung auf den Münchner Medientagen. Nach den gemachten Erfahrungen könne man auch besser den jetzigen technischen und wirtschaftlichen Status Quo analysieren und darauf reagieren.
Langheinrich möchte nun schnell und unbürokratisch klären, ob eine erneute Lizenzvergabe bereits kurzfristig wieder möglich ist. Es bleibt jedoch fraglich, ob sich entsprechende Interessenten finden lassen. Marcus Englert, Vorstandsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG, äußerte sich dazu kritisch. Sein Unternehmen sei nicht auf ein solches Vermarktungsportal angewiesen und das bisherige Modell sei "extrem uninteressant" gewesen.
| Autor: Datum: Tags: |
handy.com Redaktion 03.11.2008 |
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