Handy-Konfiguration und Menüführung zu kompliziert

Handy-Konfiguration und Menüführung zu kompliziert
20.
01. 2009
Die Menüführung von Handys ist nicht leicht genug zu bedienen. Insbesondere fiel Probanden das Einrichten von Datendiensten und Email-Abfrage schwer. Zu diesem Ergebnis gelangte eine von Mformation, dem Anbieter für Gerätemanagement-Lösungen, bei Coleman Parkes beauftragte Studie mit 4.000 Nutzern in den USA und Großbritannien. Jedoch sei die Studie auch für Deutschland aussagekräftig meint Matthew Bancroft, Mformation Vice President: "Die Mobilfunkindustrie ist global und wenngleich es natürlich gewisse regionale Unterschiede gibt, ist das Bestreben, Mobiltelefone für neue, fortgeschrittene Daten-Anwendungen zu nutzen international."
61 Prozent der Probanden gaben an, dass das Einrichten eines Handys genauso frustrierend sei wie ein Bankkonto zu wechseln. 19 von 20 Befragten meinten, wenn das Setup weniger komplex und leichter zu bedienen sei, würden sie die mobilen Dienstleistungen eher ausprobieren. "Die Botschaft der Kunden ist, dass das Handy-Setup einfach zu kompliziert ist. Das muss definitiv angegangen werden", fasst Matthew Bancroft das Ergebnis der Studie zusammen. Er fordert, die Einstiegshürden zu den modernen Dienstleistungen aus dem Weg zu schaffen. Denn "Vertragskunden sind vom Wert mobiler Services eindeutig überzeugt", betont Bancroft. Jedoch müsste der User laut 85 Prozent der Befragten erst viele frustrierende Schritte gehen, um etwas zu aktivieren. "Das ist ein wenig wie ein neues Spielzeug zu bekommen und dann festzustellen, dass keine Batterien enthalten sind", mahnt Matthew Bancroft.

Fast zwei Drittel der potentiellen Kunden weichen dem Kauf eines neuen Mobiltelefons aufgrund des zu komplizierten Setups aus und 45 Prozent scheuen das komplexe Geräte-Upgrade. Dies betrifft vor allem den E-Mail-Service, Interneteinstellungen und das Instant Messaging. Nach den Befragten sollte das Einrichten des Handys nicht länger als 15 Minuten dauern. Neben dem Setup bereiten natürlich auch noch andere Faktoren Barrieren beim Nutzen der mobilen Datendienstleistungen. "Schon seit längerem kann man mit den meisten Handys zumindest theoretisch ins Internet. Doch sind die Dienste auf typischen Mobiltelefonen mit ihren kleinen Displays und fummeligen Tastaturen meist zu schwer zu handhaben", erklärt Michael Wolf, Redakteur für Publikationen der Stiftung Warentest.

Die bessere Usability wird beispielsweise durch die größeren Displays sowie die leichtere Bedienung des Handys durch Touchscreens erreicht, wie bspw. beim iPhone. "Im Windschatten des iPhone werden sicherlich weitere Geräte auf den Markt kommen, mit denen mobile Datendienste wirklich Spaß machen", konstatiert Michael Wolf. Er ist aber auch überzeugt, dass dem Erfolg der mobilen Dienstleistungen auch noch ein anderer Faktor voraus gehen muss: "Die Preise für mobile Datendienste werden sicher noch sinken müssen, bevor daraus ein echter Massenmarkt wird."
 
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handy.com Redaktion
20.01.2009

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