Die Studie 'The Mobile TV Market' des Marktforschungsinstituts ABI Research ergab, dass bis 2013 etwa eine halbe Milliarde Nutzer weltweit Mobile-TV unterwegs auf ihren Handys nutzen werden. Die damit prognostizierte hohe Nutzer-Zunahme ist für Anbieter der mobilen TV-Inhalte sowie Gerätehersteller und Betreiber der Netzwerkinfrastruktur sicherlich vielversprechend. "Mobile-TV wird sich bald in einer wesentlich angemesseneren Rolle als Erweiterung der traditionellen Fernsehangebote am Medienmarkt positionieren", ist Jeff Orr, Senior Analyst bei ABI Research, überzeugt. Jedoch müsse vorerst noch der Mehrwert der Dienstleistung hervorgehoben werden.
"Der Mobile-TV-Markt kämpft in Deutschland derzeit noch mit einigen großen Problemen. Diese betreffen sowohl den administrativen als auch den vertriebstechnischen Bereich", äußert Klaus Böhm, Director der Unternehmensberatung Deloitte, im Gespräch mit pressetext. Nachdem Ende des Jahres 2008 das Mobile-3.0-Konsortium sein Scheitern offiziell bekannt und in diesem Zuge die ausgeteilten DVB-H Sendelizenzen an die jeweiligen Landesmedienanstalten zurückgegeben hatte, ähnelt der deutsche mobile TV-Markt einem "tiefen Tal der Tränen". "Für die weitere Entwicklung von Mobile-TV in Deutschland war dies ein herber Rückschlag. Ein potenzieller Nachfolger, der als Treiber im Markt fungieren könnte, ist bislang noch nicht in Sicht", erklärt Böhm die momentane Lage.
Daher hält er die Hochrechnung, bis 2013 gebe es weltweit eine halbe Milliarde Nutzer, für gewagt. "Gegenwärtig gibt es keine aussagekräftigen Zahlen, die einen derartig starken Zuwachs rechtfertigen würden", widerspricht Böhm den Ergebnissen der Studie. Außerdem müsse bedachte werden, dass es keine internationale Einheitssituation gebe. "In Deutschland gibt es derzeit keinen expliziten Handy-TV-Anbieter, und die zur Übertragung des DVB-H-Standards notwendigen Netzwerkkapazitäten sind nur rudimentär vorhanden", beschreibt Böhm die deutsche Situation. Bisher sehe es auch im Bereich der Vertriebspartner nicht so rosig aus. "Insgesamt muss man feststellen, dass sich das Geschäftsmodell Mobile-TV noch nicht am Markt bewährt hat. Das zeigt auch der internationale Vergleich ganz deutlich", meint Böhm.
Grundlegend gibt es zwei Bereiche beim mobilen TV: Einmal das Streaming per Mobilfunknetz und zweitens die freie Nutzung von regulären TV-Inhalten durch einen integrierten TV-Tuner. "Die DVB-T-Variante wird zwar mittlerweile von allen vier großen Mobilfunkprovidern in Deutschland angeboten, ihre Verfügbarkeit beschränkt sich aber noch vorwiegend auf städtische Ballungszentren", schildert Böhm. So können bis zu 16 TV-Sender empfangen werden. "DVB-T ist aber eine Einbahnstraße, da das Sendernetz hier nicht für eine mobile Nutzung ausgelegt ist. Berichte über negative User-Erfahrungen wie Empfangsschwierigkeiten und unzureichende Akku-Laufzeiten bestätigen diese Einschätzung", schließt Böhm als Fazit. Zukünftig soll also verstärkt auf Streaming-Angebote gebaut werden, welche mit dem Ausbau von mobilen Breitbandnetzen und immer schnelleren Downloadgeschwindigkeiten automatisch an Gewicht gewinnen werden.
Daher hält er die Hochrechnung, bis 2013 gebe es weltweit eine halbe Milliarde Nutzer, für gewagt. "Gegenwärtig gibt es keine aussagekräftigen Zahlen, die einen derartig starken Zuwachs rechtfertigen würden", widerspricht Böhm den Ergebnissen der Studie. Außerdem müsse bedachte werden, dass es keine internationale Einheitssituation gebe. "In Deutschland gibt es derzeit keinen expliziten Handy-TV-Anbieter, und die zur Übertragung des DVB-H-Standards notwendigen Netzwerkkapazitäten sind nur rudimentär vorhanden", beschreibt Böhm die deutsche Situation. Bisher sehe es auch im Bereich der Vertriebspartner nicht so rosig aus. "Insgesamt muss man feststellen, dass sich das Geschäftsmodell Mobile-TV noch nicht am Markt bewährt hat. Das zeigt auch der internationale Vergleich ganz deutlich", meint Böhm.
Grundlegend gibt es zwei Bereiche beim mobilen TV: Einmal das Streaming per Mobilfunknetz und zweitens die freie Nutzung von regulären TV-Inhalten durch einen integrierten TV-Tuner. "Die DVB-T-Variante wird zwar mittlerweile von allen vier großen Mobilfunkprovidern in Deutschland angeboten, ihre Verfügbarkeit beschränkt sich aber noch vorwiegend auf städtische Ballungszentren", schildert Böhm. So können bis zu 16 TV-Sender empfangen werden. "DVB-T ist aber eine Einbahnstraße, da das Sendernetz hier nicht für eine mobile Nutzung ausgelegt ist. Berichte über negative User-Erfahrungen wie Empfangsschwierigkeiten und unzureichende Akku-Laufzeiten bestätigen diese Einschätzung", schließt Böhm als Fazit. Zukünftig soll also verstärkt auf Streaming-Angebote gebaut werden, welche mit dem Ausbau von mobilen Breitbandnetzen und immer schnelleren Downloadgeschwindigkeiten automatisch an Gewicht gewinnen werden.
| Autor: Datum: Tags: |
handy.com Redaktion 13.02.2009 |
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