Minutenpreise sinken weiter

Minutenpreise sinken weiter
24.
02. 2009
Die momentanen durchschnittlichen 13 Cent für eine Gesprächsminute im Mobilfunk werden nach einer aktuellen Studie der Strategieberatung Booz & Company bis Ende 2012 auf neun Cent sinken. Diese Preissenkung gehe nicht nur mit einem erhöhten Preiskampf, sondern insbesondere auch mit der zunehmenden Zahl an Flatrates einher. Nach der Studie werden die Preise für mobile Datenübertragung (mobiles Internet, Email, etc.) im selben Zeitraum um etwa 30 Prozent fallen, bei gleichzeitiger Zunahme des Übertragungsvolumens um 45 Prozent.
Kompensiert werden die durch die Preiserosion fehlenden Umsatzeinnahmen bei den Mobilfunkanbietern laut Booz & Company durch kostenpflichtige Dienstleistungen und Features wie Downloads von Musik, Videos oder Spielen, aber auch Navigationsdiensten oder besondere technische Anwendungen.

Es sei weiterhin anzunehmen, dass es in Zukunft weitere Zusammenlegungen und Übernahmen im Telekommunikationsbereich geben werde, da der Markt gesättigt sei und eine harte Preiskonkurrenz herrsche. Hierbei können sich einzelne Unternehmen besonders gut positionieren, wenn sie die Auslastung der bisherigen Netzte durch höhere Kundennutzung weiter optimieren können. Jedoch bringe die Konsolidierung nicht immer Kostenvorteile im Netz- oder Dienstleistungsbetrieb mich sich.

"Die scharfe Rezession wird eine Katalysatorfunktion für die notwendige Marktkonsolidierung und Strukturanpassung der Telekommunikationsindustrie übernehmen. Auf dem Breitbandmarkt gehen vor allem kleine und infrastrukturfreie Anbieter durch Übernahmen und Zusammenschlüsse in größeren Einheiten auf", prognostiziert Dr. Roman Friedrich, Telekommunikationsexperte bei Booz & Company, den bevorstehenden Trend. Weiter meint er: "Am Ende der Rezession wird die Telekommunikationsindustrie sich komplett verändert haben: Die starken und finanziell solide aufgestellte Anbieter können - nicht zuletzt durch Akquisitionen - Marktanteile in einem weitgehend gesättigten Markt hinzugewinnen. Die schwachen, kleinen Player werden vom Markt verschwunden sein."

Unter anderem werde auch die Weiterentwicklung der Infrastruktur die Spreu vom Weizen trennen, gerade bei dem neuen Mobilfunkstandard 'Long Term Evolution' (LTE) müsste in den kommenden Jahren viel investiert werden. Der Gesamtumsatz in Deutschland für klassische Sprach- und Datendienste werde, so die Prognose, um etwa zwei Milliarden Euro von 44,3 Milliarden auf 42,4 Milliarden Euro im Jahre 2012 sinken.
 
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handy.com Redaktion
24.02.2009

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