Jetzt doch: T-Mobile will VoIP erlauben

Jetzt doch: T-Mobile will VoIP erlauben
08.
06. 2009
Ab Sommer können ausgewählte Kunden von T-Mobile endlich auch über ihr Mobiltelefon per Voice-over-IP (VoIP) telefonieren. Aus Angst vor bröckelnden Mobilfunkeinnahmen sperrte sich der Netzbetreiber bislang gegen diese Option. Gefallen dürfte Kunden die Kehrtwende dennoch nicht. Müssen doch T-Mobile-Kunden für kostenlose Internet-Telefonie künftig extra in die Tasche greifen.
T-Mobile arbeitet daran, dass Kunden demnächst auch Telefongespräche über Voice-over-IP (VoIP), beispielsweise über den Dienst "Skype", auf dafür geeigneten Mobilfunkgeräten tätigen können. Wie das Unternehmen berichtet, soll diese neue Option spätestens ab Sommer 2009 zur Verfügung stehen. "Wir bauen eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Kundenwünschen nach möglichst günstigen und innovativen Angeboten", erklärt Georg Pölzl, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland, die neue Strategie.

VoIP soll künftig Vertragskunden zur Verfügung stehen, die entweder einen Tarif aus dem "Combi"- oder dem "Complete"-Angebot nutzen. Internet-Telefonie würde somit beispielsweise allen Kunden zur Verfügung stehen, die entweder das iPhone (Tarif: "Complete") oder das Google G1 (Tarif: "Combi Flat") über T-Mobile gekauft haben. Allerdings sind in diesen Tarifen ohnehin schon umfangreiche Flatrates enthalten. Weiterer Haken an der Sache: Um kostenlos mobil über das Internet zu telefonieren, müssen T-Mobile-Kunden extra zahlen.

Im Gespräch ist, dass T-Mobile mindestens 9,95 Euro im Monat für die VoIP-Option zusätzlich berechnet. Dieser Preis wird wohl gestaffelt und dürfte gerade bei höherpreisigen Vertragstarifen (z.B. "Complete L" für 119,95 Euro monatlich) wohl spürbar höher ausfallen als 9,95 Euro.

Die Begründung: Laut T-Mobile sind für den gleichzeitigen Dauerbetrieb von VoIP-Anwendungen zusätzliche Investitionen in das Netz notwendig. "Es wäre den Kunden, die kein VoIP nutzen möchten, nicht zumutbar, wenn diese Mehrkosten auf alle Kunden verteilt werden", argumentiert Unternehmenssprecher Pölzl. "Deshalb ermöglichen wir durch die Optionstarife die Nutzung von Internet-Telefonie, während sie im Übrigen ausgeschlossen bleibt."

Laut einem Bericht von Chip Online kann diese Argumentation allerdings angezweifelt werden. So erklärte Skype-Anwalt Gary Miller gegenüber dem Online-Magazin, dass diese von T-Mobile angeführten "technischen Gründe als Rechtfertigung jeglicher Grundlage entbehren."

Neben T-Mobile verweigert sich auch Vodafone bisher einer Freigabe von VoIP.
 
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handy.com Redaktion
08.06.2009

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