Während Details zum neuen iPhone OS 4.0 leider ausblieben, hat Apple nun zumindest seinen lange angekündigten Tablet-PC vorgestellt. Das vom Hersteller als "revolutionär" bezeichnete Gerät kann aber weder iPhone noch Netbook ersetzen. Und enttäuscht damit doch ziemlich.
Ein "magisches und revolutionäres Gerät zu einem unglaublichen Preis" verspricht Apple seinen Anhängern nun mit dem frisch vorgestellten Tablet-PC iPad. Doch nachdem die Präsentation wie erwartet Ende Januar stattgefunden hat, halten sich die Überraschungen schon ein wenig in Grenzen.
Das kommende iPad (lieferbar ab Ende März 2010) ist im Prinzip der lange angekündigte Hybrid aus XXL-iPhone und abgespecktem Netbook. Das 9,7-Zoll-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung lässt sich so zum Beispiel wie das iPhone über die Multitouch-Technologie bewegen. Und wer kurze Texte tippen will, kann auf dem iPad – ebenfalls wie bereits beim aktuellen iPhone 3GS - eine virtuelle Tastatur auf dem Touchscreen aufrufen (wenn auch hier im Maßstab 1:1 zu einer echten Tastatur).
Das iPad ist 13,4 Millimeter dünn und wiegt 680 Gramm. Damit ist das Gerät laut Apple deutlich schlanker und leichter als jeder Laptop oder jedes Netbook. Wer längere Zeit mit dem iPad arbeiten will, kann das Gerät zudem über eine Keyboard-Docking-Station mit einer traditionellen Tastatur in Normalgröße verbinden. Die Hardware wird dabei per Bluetooth miteinander verbunden.
Das iPad erscheint in zwei Varianten: die günstigere Version ist nur mit einer WLAN-Schnittstelle ausgestattet (ab 499 US-Dollar), die teurere Variante unterstützt neben WLAN auch mobiles Internet über 3G-Verbindungen (ab 629 US-Dollar). Beide Modelle gibt es mit jeweils verschieden großen Speicherkapazitäten (16 GB, 32 GB, 64 GB), wobei jede Verdoppelung des Speicherplatzes noch einmal 100 Euro extra kostet. Das 3G-Modell mit 64 GB Speicher kostet damit gleich 829 US-Dollar, also 200 Euro mehr als die Einstiegsvariante mit nur 16 GB internem Speicherplatz.
Betrachtet man die puren Fakten, so ist die von Apple großspurig versprochene Revolution leider ausgeblieben. Denn das iPad ist weder Fisch noch Fleisch. So kann der neue Tablet-PC nicht das iPhone ersetzen, da über 3G-Netze nur Daten übertragen werden und keine Sprachverbindungen. Mit einem Netbook wiederum kann es das iPad auch nicht aufnehmen. Das fängt bereits bei dem kleinen Speicher an (manche Netbooks bieten bis zu 160 GB) und hört bei der Software auf.
Zum Einsatz kommt beim iPad das iPhone-Betriebssystem, so dass nur Anwendungen aus dem AppStore auf dem Gerät installiert werden können. Wer den Tablet-PC also als Netbook nutzen möchte, kann zum Beispiel weder Büro-Software wie OpenOffice oder Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop installieren. Das macht das iPad für professionelle Anwender unnütz. Dazu fehlt ein USB-Anschluss und eine integrierte Digitalkamera (wie etwa beim iPhone oder iMac).
Es bleibt also fraglich, wen Apple überhaupt als Kunde für das iPad gewinnen will. Manche Medien wie Spiegel Online spekulieren, dass der Computer-Bauer aus Cupertino mit seinem neuen Gerät vor allem Angehörige der Generation 50plus ansprechen will, die einfach nur ein Endgerät zum Surfen suchen. Die intuitive Bedienung über den Touchscreen könnte dabei ein Pluspunkt sein, da viele Senioren auch bereits mit dem iPhone schon sehr gut zurechtkommen. Unwahrscheinlich aber, dass diese Klientel in (überteuerte) Lifestyle-Produkte von Apple investieren will.
Übrigens: Das 3G-iPad gibt es in den USA nur in Verbindung mit einem Datentarif von AT & T. Es spricht also viel dafür, dass in Deutschland das neue Produkt auch wieder nur über T-Mobile erhältlich sein wird. Und diese exklusive Partnerschaft wird dann wohl auch beim kommenden iPhone 4G weiter bestehen bleiben.
Das kommende iPad (lieferbar ab Ende März 2010) ist im Prinzip der lange angekündigte Hybrid aus XXL-iPhone und abgespecktem Netbook. Das 9,7-Zoll-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung lässt sich so zum Beispiel wie das iPhone über die Multitouch-Technologie bewegen. Und wer kurze Texte tippen will, kann auf dem iPad – ebenfalls wie bereits beim aktuellen iPhone 3GS - eine virtuelle Tastatur auf dem Touchscreen aufrufen (wenn auch hier im Maßstab 1:1 zu einer echten Tastatur).
Das iPad ist 13,4 Millimeter dünn und wiegt 680 Gramm. Damit ist das Gerät laut Apple deutlich schlanker und leichter als jeder Laptop oder jedes Netbook. Wer längere Zeit mit dem iPad arbeiten will, kann das Gerät zudem über eine Keyboard-Docking-Station mit einer traditionellen Tastatur in Normalgröße verbinden. Die Hardware wird dabei per Bluetooth miteinander verbunden.
Das iPad erscheint in zwei Varianten: die günstigere Version ist nur mit einer WLAN-Schnittstelle ausgestattet (ab 499 US-Dollar), die teurere Variante unterstützt neben WLAN auch mobiles Internet über 3G-Verbindungen (ab 629 US-Dollar). Beide Modelle gibt es mit jeweils verschieden großen Speicherkapazitäten (16 GB, 32 GB, 64 GB), wobei jede Verdoppelung des Speicherplatzes noch einmal 100 Euro extra kostet. Das 3G-Modell mit 64 GB Speicher kostet damit gleich 829 US-Dollar, also 200 Euro mehr als die Einstiegsvariante mit nur 16 GB internem Speicherplatz.
Betrachtet man die puren Fakten, so ist die von Apple großspurig versprochene Revolution leider ausgeblieben. Denn das iPad ist weder Fisch noch Fleisch. So kann der neue Tablet-PC nicht das iPhone ersetzen, da über 3G-Netze nur Daten übertragen werden und keine Sprachverbindungen. Mit einem Netbook wiederum kann es das iPad auch nicht aufnehmen. Das fängt bereits bei dem kleinen Speicher an (manche Netbooks bieten bis zu 160 GB) und hört bei der Software auf.
Zum Einsatz kommt beim iPad das iPhone-Betriebssystem, so dass nur Anwendungen aus dem AppStore auf dem Gerät installiert werden können. Wer den Tablet-PC also als Netbook nutzen möchte, kann zum Beispiel weder Büro-Software wie OpenOffice oder Bildbearbeitungsprogramme wie Adobe Photoshop installieren. Das macht das iPad für professionelle Anwender unnütz. Dazu fehlt ein USB-Anschluss und eine integrierte Digitalkamera (wie etwa beim iPhone oder iMac).
Es bleibt also fraglich, wen Apple überhaupt als Kunde für das iPad gewinnen will. Manche Medien wie Spiegel Online spekulieren, dass der Computer-Bauer aus Cupertino mit seinem neuen Gerät vor allem Angehörige der Generation 50plus ansprechen will, die einfach nur ein Endgerät zum Surfen suchen. Die intuitive Bedienung über den Touchscreen könnte dabei ein Pluspunkt sein, da viele Senioren auch bereits mit dem iPhone schon sehr gut zurechtkommen. Unwahrscheinlich aber, dass diese Klientel in (überteuerte) Lifestyle-Produkte von Apple investieren will.
Übrigens: Das 3G-iPad gibt es in den USA nur in Verbindung mit einem Datentarif von AT & T. Es spricht also viel dafür, dass in Deutschland das neue Produkt auch wieder nur über T-Mobile erhältlich sein wird. Und diese exklusive Partnerschaft wird dann wohl auch beim kommenden iPhone 4G weiter bestehen bleiben.
| Autor: Datum: Tags: |
Stephan Meixner 29.01.2010 Apple, Apple Tablet, iPad |
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