2010 werden 8 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft

2010 werden 8 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft
15.
02. 2010
Bereits in diesem Jahr wird jedes vierte Mobiltelefon im Praxiseinsatz ein schmuckes neues Smartphone sein. Der Smartphone-Boom wird damit aber nicht nur Hardware-Herstellern einen Milliardenumsatz bescheren, sondern auch den deutschen Mobilfunkanbietern.
Verbraucher werden hierzulande allein in diesem Jahr mehr als 8,2 Millionen Smartphones kaufen. Zu dieser Marktprognose kommt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Demnach sollen die Smartphone-Verkäufe in diesem Jahr um knapp 50 Prozent zulegen. Wenn sich die BITKOM-Prognose bewahrheitet, wird 2010 bereits jedes dritte Mobiltelefon im Alltagseinsatz ein Smartphone sein.
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr war erst jedes fünfte Mobiltelefon hierzulande ein Smartphone.

Auch der klassische Handy-Markt soll der Prognose zufolge wachsen. So rechnet der BITKOM-Verband in diesem Jahr mit einem Plus von vier Prozent und 28 Millionen verkauften Endgeräten. Die Hersteller werden damit voraussichtlich 3,7 Milliarden Euro an Einnahmen durch den Verkauf von Handy-Hardware erwirtschaften können.

Smartphone-Boom beschert Herstellern einen Milliardenumsatz

Lukrativer ist aber das Smartphone-Geschäft: Hier rechnet der Verband bereits in diesem Jahr mit Einnahmen von 1,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Endgeräten in Deutschland. Hersteller erwirtschaften damit fast halb so viel Umsatz wie im klassischen Handy-Markt: obwohl der neue Smartphone-Markt nach Absatzzahlen gerade einmal ein Drittel so groß ist wie der klassische Handy-Markt. Vor dem Hintergrund, dass Smartphones in der Regel aber deutlich mehr kosten als einfache Handys ohne Sonderausstattung, lässt sich dieses Umsatzpotenzial gut nachvollziehen.

Übrigens: Vom Smartphone-Boom profitieren auch die deutschen Mobilfunkanbieter. So sollen laut BITKOM die Umsätze aus mobilen Datendiensten in Deutschland in diesem Jahr um acht Prozent zulegen und einen Wert von 5,7 Milliarden Euro erreichen. Da im Mobilfunkbereich zurzeit die Preise für Gesprächsminuten munter purzeln, sicherlich eine spannende Erlösquelle für die Provider.

Daten-Tarife für mobiles Internet werden billiger

Man kann aber davon ausgehen, dass im Laufe dieses Jahres auch die Gebühren für Datentarife für mobiles Internet weiter sinken werden. Unwahrscheinlich daher, dass die deutschen Mobilfunkanbieter mit ihren Daten-Tarifen langfristig die bröckelnden Einnahmen aus dem klassischen Telefonie-Geschäft kompensieren werden können.
 
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Luisa Sophie Kaiser
15.02.2010
Smartphone, BITKOM, Marktstudie

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