Blackberry-Produzent Research in Motion (RIM) hat nun offiziell einen eigenen Tablet-PC vorgestellt. Der Smartphone-Hersteller plant, den Verkauf seines iPad-Konkurrenten Anfang 2011 in den USA zu launchen, anschließend auch hier bei uns. Hören wird der Tablet-PC nun auf den Namen "PlayBook", nicht „BlackPad“, wie zunächst erwartet.
Wie das Apple iPad ist auch das RIM PlayBook in erster Linie für Verbraucher interessant, die gemütlich zu Hause auf dem Sofa im Internet surfen möchten. Wer dagegen auch ab und an unterwegs auf das Internet zugreifen möchte, muss jedoch einen Umweg nehmen. Denn während Apple sein iPad wahlweise als WiFi-only-Variante oder optional mit zusätzlichem 3G-Modul anbietet, kann das Blackberry Tablet nicht selbst über UMTS eine Internetverbindung aufbauen.
Offenbar separater Blackberry für mobiles Internet nötig
Um auch über das Mobilfunknetz mobil im Internet zu surfen, ist wohl immer ein separates Blackberry Smartphone nötig. Dieser lässt sich dann als Modem verwenden, um per Tethering eine Internet-Verbindung über UMTS aufzubauen. Interessant dürfte das RIM PlayBook daher vor allem für Business-Anwender sein, die ohnehin bereits mit einem Blackberry mailen und telefonieren.
Als Betriebssystem wird nicht das neu entwickelte Blackberry OS 6.0 zum Einsatz kommen, sondern eine Software namens QNX. Diese soll angeblich besser mit den Konkurrenzsystemen von Apple (iPhone OS) und Google (Android) „konkurrieren können“ und stammt von einer Software-Schmiede namens QNX Software Systems, die RIM erst in diesem Frühjahr übernommen hatte.
Schlankes Gehäuse, starke Ausstattung
Die übrigen Features des gerade mal 400 Gramm schweren und ca 1 Zentimeter dicken BlackBerry PlayBook sind Tablet-Standards. So gibt es zum Beispiel einen 7-Zoll-Touchscreen, mit dem sich Hersteller RIM deutlich am gleich großen Samsung Galaxy Tab orientiert und weniger am etwas größeren Apple iPad mit 9,7-Zoll-Touchscreen. Die Auflösung des Displays beträgt 1024 x 600 Pixel. Das Herzstück bildet ein ARM Cortex-A9-Prozessor mit 1 GHz und Doppelkern und eigenem Grafikchip. Die Grafikschnittstelle OpenGL soll das Tablet ebenfalls beherrschen und so auch für 3D-Games ausgestattet sein.
Gleich zwei Kameras besitzt das PlayBook, eine auf der Front und eine auf der Rückseite. Beide können Videos in Full-HD (1080p) aufzeichnen. Die Frontkamera ist primär für Videotelefonie gedacht und schießt Bilder mit 3 Megapixeln. Die Kamera auf der Rückseite schafft 5 Megapixel Auflösung. Via HDMI können Videos, Bilder und Musikdateien an externe Geräte übertragen werden.
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Luisa Sophie Kaiser 29.09.2010 RIM, PlayBook, BlackBerry, Tablet-PCs |



