Mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 7 versucht Software-Riese Microsoft seit Herbst, im weltweiten Smartphone-Markt wieder Boden gutzumachen. Ersten Aussagen zufolge ist das den Redmondern auch durchaus gelungen. So wurden anscheinend allein in den ersten zwei Monaten rund 1,5 Millionen Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 verkauft.
Samsung Omnia 7 kostet ohne Vertrag nur noch 275 Euro
Ein Kassenschlager sind Geräte mit dem neuen Microsoft-OS dennoch nicht. Zum Vergleich: Apple beispielsweise konnte von seinem iPhone 4 allein in den ersten drei Verkaufstagen weltweit insgesamt 1,7 Millionen Geräte losschlagen. Nun aber muss man fast schon anzweifeln, ob Microsoft mit seinem neuen System Windows Phone 7 überhaupt ein Achtungserfolg im weltweiten Smartphone-Markt gelungen ist.
Laut einer Analyse des Internet-Magazins Netzwelt.de etwa sind die Preise für aktuelle Modelle mit Windows-Phone-Betriebssystem in den vergangenen Wochen recht stark gesunken. Demnach kostet zum Beispiel das Samsung Omnia 7 ohne Mobilfunkvertrag inzwischen nur noch 275 Euro, während der Gerätepreis beim Verkaufsstart bei T-Mobile mit damals noch 579 Euro mehr als doppelt so hoch ausgefallen war.
Software-Update soll noch in diesem Monat erscheinen
„Dass Smartphones mit der Zeit im Preis deutlich nachlassen ist nicht ungewöhnlich“, heißt es zwar in der Netzwelt-Analayse.. „Der erhebliche Preisverfall für Windows-Phone-Smartphones, die zum Teil gerade einmal sechs Monate auf dem Markt sind, ist aber dennoch bemerkenswert.“ In der Tat. Denn für das iPhone 4 muss man auch fast ein Jahr nach dem Verkaufsstart noch den ursprünglichen Preis von 629 Euro bezahlen (16 GB Speicher). Zwar kostet das Nokia N8 inzwischen auch weniger seit der Markteinführung im vergangenen September, Amazon beispielsweise verlangt aber nach wie vor rund 398 Euro für das Smartphone mit 12-Megapixel-Kamera, das vor einem Jahr mit 469 Euro in den Verkauf ging.
Man muss sich also durchaus fragen, wie erfolgreich Microsoft mit seinem neuen Betriebssystem wirklich ist. Es könnte aber natürlich auch sein, dass Microsoft trotz hohem Kundeninteresse die Preise für seine Windows-Smartphones senkt. Denn dank günstiger Preise könnten die Windows-Geräte nämlich für Verbraucher nun noch eine Spur interessanter werden und der Software-Konzern auf diese Weise schneller Marktanteile im Smartphone-Geschäft gutmachen. Wer sich daher für ein Windows-Smartphone interessiert, kann jetzt mit etwas Glück ein echtes Schnäppchen machen.
Eine Auswahl an Windows-Smartphones hatten wir erst vergangene Woche in einem Artikel über Microsoft zusammengestellt. In diesem Monat ist zudem noch mit einem Software-Update zu rechnen, das erstmals Funktionen wie 'Copy & Paste' auf Windows-Smartphones ermöglicht.
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Luisa Sophie Kaiser 21.03.2011 Handy Betriebssystem, Windows Phone 7, Smartphone, Samsung Omnia 7, Nokia N8, Preisreduzierung, Smartphones mit Windows Phone 7, Marktstudie |




