Google Wallet: Das Smartphone-Bezahlsystem ist da

Google Wallet: Das Smartphone-Bezahlsystem ist da
27.
05. 2011
Bequem bezahlen mit dem Smartphone: Was im ersten Moment wie Zukunftsmusik klingt, ist in den USA nun Realität. Dort können Konsumenten nämlich ab sofort in Ladengeschäften ihr Android-Smartphone als Geldbörse nutzen. Allerdings nur unter einigen Bedingungen.

Wie erwartet hat Google nun in den USA sein mobiles Bezahlsystem vorgestellt, das die Technik Near Field Communication (NFC) verwendet. „In den vergangenen tausend Jahren hat sich mehrmals die Art und Weise verändert, wie wir im Alltag bezahlen“, argumentiert der Suchgigant. „Während bislang noch mit Münzen, Scheinen und Plastikarten bezahlt wird, sind wir der Meinung, dass der nächste große Wandel bevorsteht.“ Zahlen sollen Konsumenten künftig daher verstärkt mit ihrem Smartphone. „Die Zukunft des Handels startet heute“, verspricht der Suchmaschinenriese.

Nutzer müssen zunächst Android-App laden und installieren

Und so funktioniert das neue Bezahlverfahren im Detail: In einem ersten Schritt müssen sich Nutzer die App 'Google Wallet' aus dem Android Market laden und auf ihrem Smartphone installieren. In dieser Anwendung lassen sich dann zentral die Kontodaten – beispielsweise Nummer und PIN einer Kreditkarte – von verschiedenen Kreditinstituten zentral in der Google App speichern. Aktuell wird erst die Mastercard unterstützt, künftig will Google natürlich alle relevanten Karten verwalten.

Um in einem Geschäft zu bezahlen, müssen Kunden dann nur noch ihr Smartphone an eine Touch-Station mit NFC-Symbol (erinnert an ein um 90 Grad gedrehtes WLAN-Symbol) halten. Bei der Bezahlung lässt sich dann auswählen, welche der hinterlegten Kreditkarten bei dem Einkauf jeweils belastet werden soll. Um Missbrauch vorzubeugen, lässt sich die Google-Wallet-App nur starten, wenn Kunden eine persönliche PIN eingeben. Diese wiederum lässt nach dem App-Download aus dem Android Market beim ersten Start der Anwendung auf dem Smartphone individuell vergeben.

Bezahlung über bekannte Anbieter wie Mastercard möglich

Das Bezahlverfahren scheint auf den ersten Blick also sicher zu sein und könnte den Einkauf vor Ort tatsächlich erleichtern. Allerdings brauchen Smartphones unbedingt einen NFC-Chip, auf dem die in der Google-App hinterlegten Daten sicher gespeichert werden können. Momentan ist NFC-Payment aber nur mit dem Google Nexus S möglich. Dazu müssen Händler ihre Geschäfte um NFC-Stationen erweitern, an denen Nutzer dann bei Bedarf bezahlen können. Google verspricht allerdings, dass bereits heute – bei einem ersten Test des NFC-Bezahlverfahrens in den USA – rund 25.000 Händler teilnehmen. Wann der Dienst allerdings in Deutschland startet, ist momentan noch nicht absehbar.


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