Der Eintritt von Google und Apple in den Smartphone-Markt hat bei den alteingesessenen Herstellern für teils deutliche Verluste gesorgt. Den neuen Anforderungen an Smartphones waren weder die Geräte von Microsoft, noch die von RIM gewachsen. Das zeigen auch die letzte Woche veröffentlichten Quartalszahlen des kanadischen Technikkonzerns.
Geschäft bleibt hinter den Erwartungen zurück
Obwohl man die Gewinnaussichten für das erste Quartal 2011 bereits Ende Mai nach unten korrigiert hatte, konnte RIM die eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Das Unternehmen muss Gewinneinbußen von zehn Prozent verkraften. Mitverantwortlich dafür sind unter anderem die rückläufigen Smartphoneverkäufe. Zum ersten Mal seit 2005 gingen in einem Quartal weniger BlackBerrys als in den Vormonaten über den Ladentisch. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die RIM seit der Veröffentlichung des iPhones zu schaffen macht und den ursprünglichen Marktanteil von rund 20 Prozent auf heute knapp 13 Prozent schrumpfen ließ.
Druck durch iOS und Android
Als Ursache für die Schwierigkeiten der Kanadier gelten vor allem die Konkurrenzprodukte von Apple und Google. Der Vielseitigkeit dieser Geräte hatten BlackBerrys, die vor allem als E-Mail-Maschinen groß geworden sind, wenig entgegenzusetzen. So konnte der erste Touchscreen-Versuch des Unternehmens, das BlackBerry Storm, kaum Aufsehen erregen. Entsprechend niedrig ist das Interesse der Softwareentwickler, deren Apps für den Erfolg eines Smartphones immer wichtiger werden. Während Apple Kunden derzeit mit über 500.000 Zusatzprogrammen lockt, kommt RIM auf gerade einmal 25.000.
Da das alte Konzept keine großen Erfolge verspricht, setzt RIM nun auf Veränderung. Wie Microsoft will der Konzern seinen Produkten zukünftig mit einem neuen Betriebssystem Leben einhauchen. Als BlackBerry Tablet OS läuft es schon auf dem Playbook und soll ab 2012 auch auf den Smartphones des Unternehmens zu finden sein. Wichtigste Veränderung dabei: Das System bietet eine hohe Multimediakompatibilität und orientiert sich so wesentlich stärker an den veränderten Wünschen der Endkunden.
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Luisa Sophie Kaiser 20.06.2011 BlackBerry, Storm, PlayBook, Google Android, Apple iPhone 4, Smartphones, Microsoft, Tablet-PCs, App Store, Android Market |



