Nokia will Preise für Spitzen-Smartphones senken

Nokia will Preise für Spitzen-Smartphones senken
06.
07. 2011
Der finnische Handy-Riese Nokia wird Medienberichten zufolge einige Top-Modelle wie das Nokia N8 oder das neue Nokia E6 in Zukunft günstiger anbieten als bisher. Wahrscheinlich ist, dass der Konzern auf diese Weise im Smartphone-Markt wieder Boden gut machen will.

Der angeschlagene Handy-Riese Nokia will anscheinend mit günstigeren Preisen neue Kunden gewinnen. Laut einem Bericht des Handelsblatts wird es bei einigen Top-Modellen des ehemaligen Weltmarktführers spürbare Preisnachlässe geben.

Preise für Top-Smartphones sollen um 15 Prozent sinken

Konkret sollen sowohl das Nokia N8 sowie das erst kürzlich vorgestellte Business-Smartphone Nokia E6 dem Bericht zufolge um jeweils 15 Prozent günstiger werden. Warum der Konzern die Preise senkt, wollen die Verantwortlichen laut Handelsblatt allerdings nicht verraten. „Preissenkungen seien ein normaler Teil des Geschäfts“, wird stattdessen ein Unternehmenssprecher zitiert. Dabei dürfte der finnische Handy-Riese durchaus einige Gründe haben, um an den Preisen für seine Smartphones zu drehen.

Tatsächlich verliert Nokia vor allem im Smartphone-Geschäft an Boden. Während früher Nokia-Smartphones noch das Maß der Dinge waren, machen das Geschäft mit den Multimedia-Handys nun Firmen wie Apple oder Hersteller wie HTC, die ihre Endgeräte bevorzugt mit dem beliebten Google-Betriebssystem Android ausliefern.

Android-Smartphones laufen Nokia-Modellen den Rang ab

Allein im ersten Quartal 2011 war auf mehr als jedem dritten verkauften Smartphone (36 Prozent) das Google-Betriebssystem zu finden. Nokia dagegen kommt aktuell im weltweiten Smartphone-Markt nur noch auf einen Marktanteil von 27 Prozent, während der finnische Handy-Riese das Ranking in den vergangenen Jahren noch mit deutlichem Abstand angeführt hatte. Günstigere Preise könnten für Nokia also durchaus eine Strategie sein, um künftig wieder mehr Neukunden zu gewinnen.

Als ein möglicher Ausweg aus der Krise, gilt auch die strategische Partnerschaft mit Microsoft. So soll das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone künftig auf ausgewählten Nokia-Modellen wie dem Sea Ray zum Einsatz kommen. Fraglich aber, ob diese Allianz nun Nokia wirklich hilft. Denn trotz Windows Phone 7 ist nach Zahlen von Gartner der Anteil an verkauften Microsoft-Geräten im weltweiten Smartphone-Markt im Jahresvergleich gesunken: von 6,8 Prozent Marktanteil im ersten Quartal 2010 auf 3,6 Prozent Marktanteil im ersten Quartal 2011.


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