LG verkauft weniger Smartphones als erwartet

LG verkauft weniger Smartphones als erwartet
08.
07. 2011
Immer mehr Deutsche legen sich ein Smartphone zu, um Apps und das mobile Internet zu nutzen. An einigen Handy-Herstellern geht dieses lukrative Milliardengeschäft aber vorbei. LG beispielsweise gerät – trotz vieler neuer Android-Modelle – zunehmend ins Hintertreffen.

Mit dem inzwischen auch ohne 1&1-Vertrag erhältlichen Android-Smartphone LG Optimus Black oder dem LG Optimus 3D bietet der südkoreanische Elektronikkonzern eigentlich einige Top-Geräte an. Von einem ganz großen Publikumserfolg kann LG zur Zeit dennoch fast nur träumen.

Erstes Halbjahr 2011: Nur zehn Millionen Smartphones verkauft

Ursprünglich wollte LG jedenfalls in diesem Jahr weltweit mehr als 30 Millionen Smartphones verkaufen. Nun aber hat der Korea-Konzern diese Prognose korrigiert und auf nur noch 24 Millionen verkaufte Endgeräte gesenkt, wie aktuell verschiedene Online-Medien berichten. Laut einem Bericht des Internet-Portals „Electronista.com“ wurden im ersten Halbjahr 2011 nämlich nur zehn Millionen Smartphones verkauft, was das anvisierte Ziel von 30 Millionen Smartphones in weite Ferne rücken lässt. Als Grund für den mäßigen Markterfolg nennt „Electronista.com“, dass sich LG zu sehr auf Kooperationen mit Microsoft konzentriert habe, anstatt frühzeitig wie etwa HTC auf das immer beliebtere Google-System Android zu setzen und passende Geräte anzubieten.

Tatsächlich konnte beispielsweise Konkurrent HTC seinen Umsatz im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppeln: von rund 60 Milliarden New-Taiwan-Dollar (NTD) auf aktuell 124 Milliarden NTD. Auch der Gewinn stieg um mehr als das Doppelte von rund acht Milliarden NTD auf nun über 17 Milliarden NTD. Kein Wunder, schließlich bietet HTC mit Modellen wie dem Desire oder dem Desire Z aktuell vielleicht die bekanntesten Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android im Handel an.

Auch Nokia gerät anscheinend zunehmend ins Hintertreffen

Neben LG kränkelt zur Zeit auch Nokia. So hatte der finnische Ex-Weltmarktführer erst vor einigen Tagen anklingen lassen, die Preise für Top-Smartphones wie das Nokia N8 in Zukunft deutlich zu senken. Fraglich aber, ob das alleine helfen wird, um wieder mehr Marktanteile zu erobern.


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