o2, Telekom und Vodafone planen Unternehmen für mobiles Bezahlen

o2, Telekom und Vodafone planen Unternehmen für mobiles Bezahlen
16.
08. 2011
Mit der neuen Near Field Communication-Technologie rückt die Idee, an der Kasse bargeldlos und per Handy zu zahlen, in greifbare Nähe. Geht es nach o2, Vodafone und der Telekom, soll sich diese Bezahlmethode 2012 endgültig etablieren. Um die Entwicklung zu beschleunigen, will man jetzt ein gemeinsames Unternehmen gründen.

Die Idee selbst ist nicht neu. In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Ansätze verfolgt, um aus dem Handy eine elektronische Geldbörse zu machen. Der Erfolg ließ allerdings zu wünschen übrig. Nach Willen der drei größten Mobilfunkanbieter Deutschlands soll NFC die Wende bringen und die Bezahlmethode praxistauglich machen.

Neustart für "mpass"

Um die Technologie selbst mitgestalten zu können, wollen Vodafone, o2 und die Telekom ein eigenes Unternehmen namens mpass GmbH gründen, das die Entwicklung, Promotion und Suche nach potenziellen Partnern übernimmt. Der Start des Gemeinschaftsprojekts ist noch für dieses Jahr geplant. Manchem mag diese Nachricht bekannt vorkommen, da Vodafone und o2 bereits seit 2009 unter gleichen Namen an einer Bezahllösung für kleine Beträge arbeiten. Die Telekom ist seit Ende 2010 mit im Boot.

Obwohl das bereits entwickelte System dank PIN-Abfrage und Transaktionsbestätigung per SMS als sicher gilt, konnte es sich in der Praxis nicht durchsetzen. Grund dafür scheinen unter anderem lange Entscheidungsprozesse innerhalb der beteiligten Mobilfunkanbieter gewesen zu sein. Durch die Gründung der eigenständigen mpass GmbH will man dieses Problem zukünftig umgehen.

Nicht nur für aktuelle Handys

Aktuell werden in Deutschland nur sehr wenige Handys angeboten, die tatsächlich für das Bezahlen via NFC gerüstet sind. Mangels geeigneter Einsatzmöglichkeiten haben sich die Handyhersteller bisher zurückgehalten, den dafür nötigen Chip in neuen Geräten unterzubringen. Für die mpass GmbH soll das aber kein Problem darstellen, da die Telekom, Vodafone und o2 planen, ältere Geräte per Aufkleber mit NFC-Chips auszurüsten. Die Sticker müssten lediglich auf die Hülle geklebt oder in das Akkufach des Handys gelegt werden und sollen zukünftig kostenlos bei den Mobilfunkanbietern zu haben sein.

Ebenso entscheidend wie der technische Unterbau wird für den Erfolg sein, ob die mpass GmbH ausreichend Partner für das System finden wird. Verhandlungen werden derzeit mit Fast-Food-Restaurants, Drogerien und Coffeeshops geführt, wo NFC zukünftig zum schnellen Bezahlen kleiner Beträge eingesetzt werden könnte.

 
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Markus Lampel
16.08.2011
NFC-Chip, mpass, Telekom, Vodafone, o2, Handy Bezahlsystem

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