Bitkom-Studie: Handybranche wächst überdurchschnittlich

Bitkom-Studie: Handybranche wächst überdurchschnittlich
18.
08. 2011
Für die Mobilfunkbranche entwickelt sich das Jahr hervorragend. Eine Studie des Branchenverbands Bitkom prognostiziert für 2011 ein Wachstum im zweistelligen Bereich. Besonders Smartphones können bei den Verkaufszahlen deutlich zulegen.

Das wirkt sich auch auf die Entwicklung der Umsatzzahlen aus. Anders als beim restlichen Technologiemarkt steigen die Umsätze sogar deutlich stärker als die Gesamtzahl der abgesetzten Geräte. Während die Schuldenkrise andere Branchen in Atem hält und Anleger eine Rezession fürchten lässt, kann die Handybranche also zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Handyabsätze steigen weltweit

Eine im Auftrag des Branchenverbands Bitkom durchgeführte Studie stellt für das Jahr 2011 einen weltweiten Absatzanstieg von rund zehn Prozent in Aussicht. Demnach werden dieses Jahr insgesamt 1,4 Milliarden Handys verkauft werden. Daran soll sich laut dem mit der Studie betrauten Marktforschungsinstitut EITO auch im folgenden Jahr nichts ändern. Zwar werden die Wachstumszahlen nicht mit diesem Jahr mithalten können, dennoch sollen in 2012 etwa 1,5 Milliarden Mobiltelefone über den Ladentisch gehen. Das wäre immerhin ein Anstieg um weitere 3,3 Prozent.

In Deutschland bleibt der Handymarkt hinter dem weltweiten Schnitt zurück, entwickelt sich aber dennoch positiv. Laut EITO werden die Bundesbürger 2011 29 Millionen Handys kaufen, was einem Wachstum von 4,3 Prozent entspricht. Besonders groß ist dabei der Anstieg der Smartphone-Verkäufe, der mit insgesamt 36 Prozent beziffert wird. Demnach werden bis Ende 2011 10,1 Millionen Geräte dieser Art abgesetzt werden. Anders ausgedrückt: Jedes dritte in Deutschland verkaufte Handy ist ein Smartphone. Damit setzt sich der Trend aus dem vergangenen Jahr fort, als bereits jedes fünfte verkaufte Gerät ein Smartphone war.

Smartphones sind Wachstumsmotor

Mit den wachsenden Verkaufszahlen geht auch ein kräftig steigender Umsatz einher, der mit einem weltweiten Plus von rund 17 Prozent beziffert wird. Laut EITO werden die Umsätze der Branche auf insgesamt 174 Milliarden ansteigen. Damit können die Umsatzzahlen die Absatzzahlen im Gegensatz zu anderen Bereichen der Hightech-Branche sogar übertrumpfen.

Grund hierfür ist die wachsende Nachfrage nach Smartphones. Während der Trend in anderen Bereichen wie der PC-Branche zu immer billigeren Geräten geht, dürfen sich Handyhersteller über die zunehmende Beliebtheit der teureren Alleskönner freuen. Profitieren kann davon unter anderem auch Branchenneuling Apple, der unlängst zusammen mit Samsung den ehemaligen Primus Nokia entthronte und jetzt auf Platz 2 der erfolgreichsten Smartphone-Hersteller rangiert.

 
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Markus Lampel
18.08.2011
Smartphones, Umsatzzahlen, BITKOM, Apple, Samsung, Nokia

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