Ende bis 2012
Laut unbestätigten Gerüchten will Samsung sein Engagement für Windows
Phone 7 bis Ende 2012 einstellen. Darauf machte der auf das Unternehmen
spezialisierte Blog "SamFirmware" in einem Twitter-Post aufmerksam.
Demnach werde die Koreaner noch maximal ein weiteres Gerät mit Windows
Phone 7 auf den Markt bringen und dann den Support einstellen.
Als Grund nannte SamFirmware die geringe Verbreitung des neuen
Betriebssystems. So liegt der Marktanteil hierzulande laut Schätzungen
bei geraden einmal sieben Prozent. Kein Vergleich zur Konkurrenz von
Google oder Apple - und dabei gilt Deutschland als eines der Länder, in
denen sich Windows Phone 7-Smartphones besonders gut verkauft haben.
Weltweit wird der Marktanteil auf weniger als 2 Prozent geschätzt und
bleibt damit mittlerweile sogar hinter Samsungs Eigenentwicklung Bada
zurück, wie auch SamFirmware in einer weiteren Twitter-Nachricht
argumentiert.
Bada als Alternative
Ein großer Einschnitt in die Firmenpolitik von Samsung wäre der Abschied
ohnehin nicht, da Windows Phone 7 bislang kaum eine Rolle gespielt hat.
Mit dem Omnia 7 und dem Focus haben die Koreaner nur zwei mit der
Microsoft-Software ausgestattete Smartphones in der Produktpalette.
Android und Bada sind weit wichtiger. Gerade letzteres wird laut
Experten zukünftig stärker forciert werden, damit Samsung unabhängiger
vom Google-OS arbeiten kann, denn auch dort scheinen seit der geplanten
Motorola-Übernahme durch Google dunkle Wolken aufzuziehen.
Zu guter Letzt sind es aber auch Nokias privilegierte Partnerschaft mit
Microsoft und die hohen Anforderungen an die Hardware, die eine
Entscheidung gegen Windows denkbar machen. Da Microsoft den Herstellern
bei Entwicklung sehr enge Grenzen steckt, bleibt wenig Raum sich von
Konkurrenten abzuheben und so Kunden mit eigenen Qualitäten zu
überzeugen - ein Umstand, der mehrfach für Kritik gesorgt hatte.
| Autor: Datum: Tags: |
Luisa Sophie Kaiser 12.09.2011 Windows Phone 7, Samsung, Microsoft, Bada, Nokia |



